Garageneigentümer

Sie sind Eigentümer oder Nutzer einer Garage auf fremdem Grund und Boden? Dann wissen Sie vielleicht, dass Ihr Pachtvertrag aufgrund des Schuldrechtsanpassungsgesetzes seit dem 1. Januar 2007 vom Grundstückseigentümer gekündigt werden kann, ohne dass Ihnen dann noch eine Entschädigung zum Zeitwert der Garage gezahlt werden muss. Wie sollen sich Garageneigentümer angesichts dieses Tatbestandes verhalten? Was tun, wenn der Grundstückseigentümer ein höheres Nutzungsentgelt beziehungsweise eine Pacht oder Miete fordert? Das sind typische Fragen, die an den VDGN zum Garageneigentum auf fremdem Grund und Boden gestellt werden. Neben der individuellen Beratung seiner Mitgliedsvereine und Einzelmitglieder unterstützt der VDGN Garageneigentümer bei der Bildung von Vereinen und deren Eintragung in das Vereinsregister.

Copyright: VDGN | Rainer Große

Gefahr für Garagen

Die derzeit wachsende Nachfrage nach Grundstücken für den Wohnungsbau in den Innenstädten gefährdet zunehmend die Standorte von Garagen auf fremdem Grund und Boden. Eigentümer von Garagen werden dann meistens mit Kündigungen, Plänen für den Abriss der Garagen und der Übernahme von Abrisskosten konfrontiert. Der VDGN rät betroffenen Garagenvereinen, Interessenvereinigungen und auch Einzeleigentümern, beim leisesten Anzeichen dafür, dass eine andere Nutzung von Garagengrundstücken vorgehen ist, Kontakt zum VDGN aufzunehmen. Dem Verband ist es in der Vergangenheit in zahlreichen Fällen gelungen, in Verhandlungen vor allem mit Kommunen den Bestand von Garagenkomplexen langfristig zu sichern. Außerdem verfügt der Verband über umfangreiches rechtliches Hintergrundwissen, das selbst im Falle eines nicht mehr zu verhindernden Abrisses sehr nützlich sein kann.

Wichtig: Bei Vertragskündigung verjährt der Anspruch auf Entschädigung erst nach drei Jahre. Das hat das Landgericht Gera jetzt nach einer Klage des VDGN bestätigt. Aktuell berichtete darüber die Leipziger Volkszeitung am 24. August 2017.

Wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen wollen, wenden Sie sich bitte an die VDGN-Beratungszentrum unter 030 – 514 888 – 210 oder per E-Mail unter info@vdgn.de.

Wird ein Garagenpachtvertrag aus DDR-Zeit gekündigt – egal von welcher Seite – und der Grundstückseigentümer vermietet die nunmehr in sein Eigentum gefallene Garage weiter, so steht dem bisherigen Pächter eine Entschädigung für die Erhöhung des Verkehrswertes des Grundstücks durch die Bebauung mit der Garage zu (§ 12 Abs. 3 Schuldrechtanpassungsgesetz).

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