Energie

Der VDGN sieht die Notwendigkeit, unsere Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien umzubauen. Die Knappheit fossiler Ressourcen, deren negative Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Klima sowie steigende Preise machen die Erschließung regenerativer Energiequellen nötig.

Foto: Rainer Große

Doch kann der Ausbau der erneuerbaren Energien nur dann effizient und bezahlbar gestaltet werden, wenn für die Menschen Anreize zur Nutzung der neuen Technologien bestehen. Zwangsmaßnahmen, die finanzielle Risiken oder technische Hürden bergen, lehnen wir strikt ab. 

Stattdessen stehen wir für eine umfangreiche Beratung der Verbraucher, die zeigt, ob und in welchem Zeitraum sich die Nutzung erneuerbarer Energien oder Dämmmaßnahmen rechnen.  Da, wo dies nicht der Fall ist, sehen wir die öffentliche Hand in der Pflicht, durch zielgerichtete Förderprogramme das Erreichen der politisch definierten Ziele des Klimaschutzes und der Energiewende voranzutreiben.

Wir bieten unseren Mitgliedern eine umfangreiche Energieberatung.

Unsere Energieberatung – Mit dem VDGN sicher durch den Dschungel der Möglichkeiten

Den Stromanbieter wechseln oder lohnt sich doch die Solaranlage auf dem eigenen Dach? Den alten Ölkessel durch einen Gasbrenner ersetzen oder rechnet sich auf Dauer sogar eine Wärmepumpe für mein Haus? Bei der Beantwortung dieser Fragen stehen Ihnen unsere Energieberater gern zur Seite. Die Beratungsleitungen sind für Mitglieder des VDGN nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung kostenlos.     


Solarberatung

Der Anteil der in Berlin genutzten Sonnenenergie soll steigen. Dieses Ziel unterstützt auch der VDGN. Denn jenseits von Klimaschutz kann die Nutzung von auf dem eigenen Dach erzeugten Solarstrom, abhängig von individuellen Voraussetzungen, zu finanziellen Einsparungen führen. Zu dieser Möglichkeit beraten wir Sie gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Berlin jeden dritten Donnerstag im Monat zwischen 15 und 19 Uhr gern und checken, ob Ihre Immobilie für eine Solaranlage geeignet ist.  

Mehr Informationen und einen Beratungstermin erhalten Sie telefonisch in unserem Beratungszentrum unter 030 – 514 888 – 210.


Das Berliner Solargesetz

Der VDGN unterstützt den Ausbau der Solarenergie in der Hauptstadt. Das ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes. Unter guten Voraussetzungen können Hausbesitzer ihren genutzten Strom selbst erzeugen – nachhaltig, sicher und bezahlbar. Deshalb unterstützen wir auch, dass die Installation einer Solaranlage, im besten Fall zusammen mit einem Speicher, bei Neubauten die Regel wird.

Dagegen lehnen wir die Zwangsmaßnahmen für Bestandsgebäude ab, wie sie im Juni vom rot-rotgrünen Berliner Senat und der Mehrheit im Abgeordnetenhaus beschlossen worden. Vor allen die Vorschrift, im Falle einer Dachsanierung von Bestandseigenheimen eine Solaranlage zu installieren, lehnen wir ab. Den Menschen, die sich das notwendige neue Dach mühsam zusammengespart oder sich dafür sogar verschuldet haben, auch noch die Installation einer Solaranlage aufzuzwingen, produziert unnötige finanzielle Risiken.

Hierauf hat der VDGN die verantwortlichen Politiker in schriftlichen Stellungnahmen, einer Anhörung im Abgeordnetenhaus und Einzelgesprächen hingewiesen. Unser Einsatz hat zu einigen Verbesserungen an den Vorschriften zur Anlagengröße geführt. Doch: der Solarzwang für Bestandsgebäude bleibt.

Das gilt für den Neubau

Wenn die Arbeiten zur Errichtung Ihres Hauses nach dem 31. Dezember 2022 beginnen und die Nutzfläche 50 Quadratmeter übersteigt, muss die Solaranlage mindestens 30 Prozent der Bruttodachfläche bedecken.

Als Bruttodachfläche gilt die gesamte Dachfläche einschließlich eines Dachüberstandes ohne Dachrinne. Ausnahmen von dieser Pflicht gelten nur in sehr seltenen Fällen, z.B. wenn Ihr Dach ausschließlich nach Norden ausgerichtet werden kann.

Das gilt für den Bestand

Bei wesentlichen Umbauten des Daches nach dem 31. Dezember 2022 müssen Sie, je nach Größe des Hauses, Solaranlagen installieren mit einer Leistung von

  • zwei Kilowatt bei Ein- und Zweifamilienhäusern,
  • drei Kilowatt bei Häusern mit drei bis fünf Wohnungen,
  • sechs Kilowatt bei Häusern mit sechs bis zehn Wohnungen.

Bei sehr kleinen Dächern muss die Anlage mindestens 30 Prozent der Nettodachfläche bedecken.

Bei der konkreten Umsetzung stellen sich komplexe Fragen, bei deren Beantwortung wir Ihnen gern behilflich sind. Rufen Sie uns in unserem Beratungszentrum an unter 030 – 514 888 – 210.