Das Wasser wird knapp! Die wichtigste Ursache hierfür ist der Klimawandel mit seinen steigenden Temperaturen, in deren Folge stetig mehr Wasser verdunstet. Doch sind die Niederschlagsmengen in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt. Dabei zählt die Metropolregion Berlin-Brandenburg zu den trockensten Gebieten Deutschlands. Hier fallen im Jahr nur knapp mehr als die Hälfte der Niederschlagsmengen wie in Baden-Württemberg.

Bei allen möglichen zu diskutierenden Handlungsoptionen steht für den VDGN eines fest: Die Politik darf nicht versuchen, den Verbrauch der Ressource Wasser über zu hohe Preise zu regeln. Denn wie Energie können die Menschen auch Wasser nur bis zu einem gewissen Punkt einsparen, mache Dinge sind einfach (lebens)notwendig. Der Versuch, den Wasserverbrauch über den Preis zu steuern, würde also letztlich kaum Wasser sparen, aber dafür neue soziale Härten produzieren.
Die Bundesländer reagieren
Das Phänomen des knappen Wassers betrifft grundsätzlich alle Bundesländer, nur sehr unterschiedlich verteilt. Die Debatte um eine sichere Versorgung mit Wasser ist in allen Bundesländern in vollem Gange. So reagiert beispielsweise das Land Thüringen auf die Entwicklungen mit einer Niedrigwasserstrategie als Teil des Landesprogramms Gewässerschutz. Auch Sachsen hat das Thema auf die Agenda gesetzt, etwa in der 15. Plenarsitzung vom 24.06.2025. Mecklenburg-Vorpommern hat am 24.06.2025 mit Kabinettsbeschluss eine neue Landeswasserstrategie vorgelegt. In Bayern und Nordrhein-Westfalen ist die Diskussion inzwischen institutionell verankert: Bayern hat im Rahmen der Wasserzukunft Bayern 2050 deutliche Schwerpunkte gesetzt, während Nordrhein-Westfalen die Zukunftsstrategie Wasser: Wasserressourcen nachhaltig und klimastabil sichern verfolgt.
Berlin hat bereits 2023 den Masterplan Wasser beschlossen: Ein um 25 Prozent reduziertes Wasserangebot und eine durch wachsende Einwohnerzahlen steigende Nachfrage – wie unter diesen Bedingungen die Versorgung der Hauptstadtregion mit Wasser verlässlich und bezahlbar auch im Jahr 2050 organisiert werden kann, sind hierbei die zu bewältigenden Herausforderungen.
Bund: Eine Strategie für Wasser
Mit der Nationalen Wasserstrategie hat die Bundesregierung am 15.03.2023 ein umfassendes Aktionsprogramm beschlossen, mit dem es gelingen soll, allen Menschen in Deutschland dauerhaft sauberes und bezahlbares Wasser zur Verfügung zu stellen. Auch der VDGN hat sich an diesem Prozess beteiligt. Aus Sicht der Grundstücksnutzer haben neben allen Feldern, die eine hohe Wasserqualität sicherstellen, die in der Strategie genannten Themen „Bewusstsein für die Ressource Wasser stärken“ sowie „Leistungsfähige Verwaltung stärken, Datenflüsse verbessern, Ordnungsrahmen optimieren und Finanzierung sichern“ eine besondere Bedeutung.