
Die EnergieEinsparInitiative Berlin (EEIB) hat ihr Sprechergremium neu aufgestellt – mit dabei ist auch VDGN-Präsident Jochen Brückmann als Vertreter der Wohnungswirtschaft. Gemeinsam mit René Wrobel (Berliner Energie und Wärme) und Andreas Koch-Martin (Innung SHK Berlin) setzt er sich dafür ein, Klimaschutz, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität in Berlin zusammenzudenken. Das Trio steht für Praxisnähe, Erfahrung und echten Dialog.
Die EEIB vereint zahlreiche Berliner Unternehmen und Institutionen – mit einem klaren Ziel: Energieeinsparen für alle Verbrauchergruppen so einfach wie möglich machen.
Mit Angeboten wie Brennwert-Checks, Experten-Schulungen oder Energieberatungen vor Ort unterstützt die Initiative Haushalte und Betriebe dabei, ihren Verbrauch zu senken und den steigenden Energiekosten sowie den Klimafolgen entgegenzuwirken.
Mitglieder der EnergieEinsparInitiative Berlin sind neben dem VDGN der Verband BBU, BauInfo Zentrum, BEA, Berliner Stadtwerke, BFW, der Caritasverband für das Erzbistum Berlin, GASAG, Haus und Grund Berlin, Handwerksammer Berlin, IHK Berlin, Innung SHK Berlin, InfraLab Berlin, Landesverband für Energieeffizienz, Schornsteinfeger-Innung Berlin und der Berliner Energie und Wärme AG.
Drei Fragen an Jochen Brückmann:
Wie sieht für Sie ein energieeffizientes Berlin der Zukunft aus?
In Berlin werden energie- und klimafreundliche Maßnahmen im Einklang mit der Bevölkerung umgesetzt. Die Berlinerinnen und Berliner haben Freude an der Energiewende und sind – wie heute schon – bereit, ihren Beitrag zu leisten. Politik und Verwaltung sorgen durch verlässliche Förderprogramme für Klarheit, statt wie bisher mit ständig wechselnden Maßnahmen Irritation und Unsicherheit zu erzeugen.
Berlin ist Vorreiter in Forschung und Entwicklung rund um Energieeffizienz, und die ansässigen Unternehmen produzieren innovative Technologien. Mit Pilotprojekten – auch in bestehenden Siedlungsgebieten – übernimmt Berlin immer wieder eine führende Rolle.
Welche zentralen Herausforderungen sehen Sie derzeit für Grundstücksnutzer beim Energiesparen?
Viele Grundstücksnutzer haben nicht nur hart dafür gearbeitet, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen, sondern sie investieren kontinuierlich mit eigenem Geld in ihre Häuser. Sie müssen, wenn sie Maßnahmen planen, gut informiert sein. Das wird aufgrund der Vielfalt an technischen Möglichkeiten immer komplexer. Hinzu kommt eine viel zu erratische Politik, wenn es um gesetzliche Vorgaben und Förderungen geht. Unsere eigenen Umfragen zeigen, dass im Bereich der Information noch einiges an Entwicklungspotential steckt. So können Sanierungsfahrpläne Eigenheimern helfen, die für sie und damit auch für das Energiesparen sinnvollen Entscheidungen zu treffen.
Haben Sie einen kleinen Energiespar-Trick, den Sie selbst regelmäßig anwenden?
Ich bin Fan von Bewegungsmeldern. An den richtigen Orten eingesetzt, können sie mit geringem Aufwand – z. B. im Alltag einer Familie – im Einfamilienhaus viel Energie einsparen. Früher wurde bei uns im Haus und im Keller immer wieder Licht angelassen, also das Ausschalten vergessen. Gerade der Bewegungsmelder im Flur, von dem die Zimmer unserer Kinder (inzwischen junge Erwachsene) abgehen, hat sich sehr bewährt.