VDGN stellt neue Forsa-Umfrage vor: Hohe Bau- und Lebenshaltungskosten sowie wachsende Unsicherheiten erschweren Erwerb und Sanierung
„Der Wunsch in den eigenen vier Wänden zu leben, ist in Deutschland weiter ungebrochen“, erklärt VDGN-Präsident Jochen Brückmann zur repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa: „Jedoch ist der Erwerb von Wohneigentum vor allem durch hohe Bau- und Lebenshaltungskosten noch schwerer geworden. Das eigene Heim bleibt für noch mehr Menschen ein unerfüllter Traum. Zu wissen, es mit der eigenen Hände Arbeit nicht mehr schaffen zu können, führt zu Frustrationen. Daher muss in der Politik ganz oben auf der Agenda stehen, den erstmaligen Erwerb des selbstgenutzten Wohneigentums zu erleichtern. Am besten über eine Senkung oder Erlass der Grunderwerbsteuer für Familien und günstige Zinsen bei Immobilienkrediten.“
Auch ist die Sorge vor Verlust des Wohneigentums gestiegen. Jeder Fünfte bangt um sein Eigenheim. Im vergangenen Jahr noch jeder Sechste. Jochen Brückmann: „Die Angst vor dem Verlust des Wohneigentums hat sich in der Mitte der Gesellschaft weiter verfestigt. Für selbstnutzende Haus- und Wohnungseigentümer muss es eine Entlastung etwa über einkommensabhängige Härtefälle bei der Grundsteuer oder günstigere Energiepreise geben. Drei von vier Deutschen wünschen sich eine Senkung der Stromsteuer, die von der Bundesregierung ursprünglich versprochen wurde. Hier ist viel Vertrauen verloren gegangen. Kein Wunder, dass 85 Prozent der Befragten von der Politik erwarten, Ankündigungen auch umzusetzen.“
Nur jeder Sechste plant eine energetische Sanierung seines Hauses. Bei den unteren Einkommen sind es sogar nur neun Prozent. Als Hauptgrund geben fast 40 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Kosten für eine energetische Sanierung zu hoch sind. Dazu passt es ins Bild, dass sich 46 Prozent nicht ausreichend in der Förderpolitik informiert fühlen. Das ist ein Anstieg von elf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Jochen Brückmann fordert: „Das ist ein klares Signal an die Politik, die Förderprogramme verständlicher zu vermitteln. Wir brauchen eine bundesweite, zentrale Anlaufstelle und deutlich aufgestockte Fördertöpfe. Energetische Sanierungen dürfen kein Luxusgut sein. Jedes Programm muss außerdem mit seinen Regelungen und Höhen für mindestens drei Jahre festgeschrieben sein, um Planungssicherheit zu garantieren.“
Die repräsentative gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa wurde von Juni bis Ende Juli 2026 erhoben und vom VDGN in Auftrag gegeben. Dabei wurden 2.248 in Deutschland lebende Personen zu ihrer Wohnsituation, wichtigen Standortfaktoren beim Hauseigentum sowie zu Förderprogrammen und Ängsten wie schon im letzten Jahr befragt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter 0152 – 33 65 30 23 gern zur Verfügung.
Die Ergebnisse im Detail: