Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Familienbetrieb mit Herz

Die RohrEngel reinigen, inspizieren und sanieren

Björn Ritter bei einer Schachtsanierung Foto: Frank Hufnagel
Björn Ritter bei einer Schachtsanierung Foto: Frank Hufnagel

RohrEngel – mit diesem auffälligen Namen wirbt der Familienbetrieb aus Großziethen, einem Ortsteil der Gemeinde Schönefeld in Brandenburg, für seine Dienstleistungen rund um die Rohr- und Kanalreinigung. Der Firmenname, so Natascha Ritter, Geschäftsführerin des Familienbetriebes, ist ungewöhnlich, auffällig und hat einen weiblichen Charakter. Deswegen erscheinen auch das Wort „Rohr“ in Magentafarben und das Wort „Engel“ als silbrig glänzendes Hologramm in den Firmenauftritten. 

Durststrecke ist überwunden
Natascha Ritter gründete erst vor zwei Jahren mit ihrem Mann das Handwerksunternehmen. Björn Ritter war vorher schon als zertifizierter Schachtsanierungsberater und Experte für Dichtheitsprüfungen und Generalinspektionen tätig. Natascha Ritter selber ist als examinierte Altenpflegefachkraft quer in diese Männerdomäne gewechselt. Sie hat den Hut auf und ist die Frau aus dem Büro, die mit Menschen gut umgehen kann. Der Erfolg gibt ihr Recht.

2019 nach der Gründung folgte zu-nächst eine Durststrecke. Seit Oktober vergangenen Jahres ist der Betrieb aber auf der Überholspur und steigert seitdem stetig seine Aufträge und den Umsatz. Neben ihrem Mann kümmern sich mittlerweile vier weitere Fachkräfte um das Kundengeschäft, das zunächst über viele Telefonate und Facebook gewachsen ist, aber auch über Kleinanzeigen auf der digitalen Plattform ebay. Hier schalten viele Kleingärtner Anzeigen, um ihre Abwassersammelgruben auf Dichtheit überprüfen zu lassen oder auch zu sanieren. Dadurch sei viel ins Rollen gekommen, erzählt Natascha Ritter. 

Vielfalt und Qualität garantiert
„Wir machen mittlerweile alles: Dichtheitsprüfungen, den Einbau und Sanierung der Abwassersammelgruben, Generalinspektionen bei Fettabscheidern, etwa in Restaurants oder Imbissen, dort, wo Fett gesondert abtransportiert werden muß. Aber auch die klassische Rohrreinigung, also die Beseitigung von Verstopfungen von Küchenspülen oder Badewannen, gehört zum täglichen Geschäft.” Das wird mit sogenannten elektromechanischen Fräsen erledigt, die mit Hochdruck Verstopfungen aus dem Abfluß beseitigen. Die Kunden kommen aus dem Geschäfts- wie Privatbereich. „Alles querbeet“, so Natascha Ritter.

Gerade im Bereich Gartenlagen ist der Bedarf in den vergangenen Jahren größer geworden: Grundstücksbesitzer mit Eigenheim müssen seit 2015 vom Gesetzgeber geforderte Dichtheitszertifikate für ihre Abwasseranlagen vorlegen und bei Abnutzung sanieren lassen. Häufig liegen schon seit Jahrzehnten Betonringe übereinander und werden durch Fäkalien zerfressen. Sanierungen dürfen dann nur zertifizierte Unternehmen wie RohrEngel vornehmen, da bestimmtes Sanierungsmaterial eingearbeitet werden muß.

Bedarf nimmt stetig zu
Verstopfungen werden in Berlin und teilweise auch in Brandenburg beseitigt. Bei Fettabscheidern ist das Unternehmen bundesweit unterwegs.

„Die Nachfrage ist groß, weil es zu wenige Sachverständige deutschlandweit gibt”, so Natascha Ritter. Die Werkstoffe haben sich verändert, Maschinen sind weit fortgeschritten und zeichnen mit Kameras in Rohren auf, ob sich Material verändert hat. Das gibt automatisch mehr Aufträge, erzählt die Geschäftsführerin weiter.

Damit es weiter für RohrEngel bergauf gehen kann, wird ab Sommer ein Auszubildender eingestellt. Denn Fachkräfte sind auch hier Mangel und Natascha Ritter und ihr Team suchen händeringend neue ausgebildete Mitarbeiter. Nur so kann dem stetig wachsenden Bedarf rund um die Rohr- und Kanalreinigung auch in Zukunft Rechnung getragen werden.

Vorsicht vor Betrügern
Ein Thema liegt ihr ebenso am Herzen: Ein mangelndes Angebot an qualifizierten Firmen ruft leider auch schwar-ze Schafe und noch schlimmer, Betrüger auf den Plan. Deswegen appelliert Natascha Ritter an alle Kunden, nie Menschen an sich heranzulassen, die vorher schon Geld sehen wollen. Immer nur gegen Rechnung.

Frank Hufnagel

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