Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Breites Bündnis pro TVO

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und von Anwohnern fordern Berliner Senat in einer Resolution zum zügigen Handeln auf

100.000 Autos täglich und 100.000 von Staus, Lärm und Abgasen belastete Anwohner in Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick. Dazu eine unzureichende Anbindung der Gewerbegebiete im Südosten Berlins und des neuen Flughafens BER. Deshalb muß die lange geplante Tangentialverbindung Ost (TVO) nun endlich realisiert werden.

Dies fordert eine Initiative, in der sich neben den Bürgermeistern der drei betroffenen Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick auch Landespolitiker, Wirtschaftskreise, der VDGN und andere Verbände sowie betroffene Anwohner zusammengeschlossen haben.

Am 26. Mai haben die Akteure im Rahmen einer Videokonferenz eine Resolution verabschiedet, in der sie den Berliner Senat auffordern, die TVO zügig umzusetzen und spätestens Anfang 2022 das hierfür notwendige Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Die Vorplanungen sind so weit vorangeschritten, daß diesem Schritt nichts mehr im Wege steht.

VDGN-Präsident Jochen Brückmann erklärte: „Ich kenne kein Verkehrsprojekt in und außerhalb von Berlin, bei dem die Notwendigkeit seiner zügigen Realisierung so klar auf der Hand liegt. Die TVO ist gleichermaßen gut für die Anwohner, für die Umwelt und die Wirtschaft.“

Die im Zusammenhang mit der TVO diskutierte Schienen-TVO begrüßen die Teilnehmer des Bündnisses. Aber diese darf die Umsetzung der Straßen-TVO nicht noch länger verzögern.

Dazu heißt es in der Resolution unter anderem: „Zweifelsfrei wird eine solche Schienentrasse in der Zukunft ein Teil einer Entlastungsstrategie hinsichtlich der zu erwartenden steigenden Mobilitätsnachfrage in den betroffenen Bezirken sein. Ein Ersatz für die Straßen-TVO ist sie nicht. Und das nicht nur mit Blick auf den zunehmenden Lieferverkehr, die bessere Erreichbarkeit des BER oder die dringend notwendige verkehrliche Vernetzung der Technologieparks im Südosten Berlins. Für die Schienen-TVO ist die Trasse auf jeden Fall gesichert, zügig umgesetzt werden muß die für den Bau notwendige konkrete Bedarfsermittlung, die daraus resultierende Auswahl zwischen S- und Regionalbahn und die Finanzierung.

Das Planfeststellungsverfahren für die Straßen-TVO muß schnellstmöglich beginnen. Daß die zuständige Senatsverwaltung die Klärung grundsätzlicher Fragen der Vorplanungen für die Schienen-TVO bereits initiiert hat, zeigt die Unabhängigkeit der beiden Projekte.“

Die in der Videokonferenz abgestimmte Resolution unterzeichneten:

Michael Grunst, Bezirk Lichtenberg, Bezirksbürgermeister; Dagmar Pohle, Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Bezirksbürgermeisterin; Oliver Igel, Bezirk Treptow-Köpenick, Bezirksbürgermeister;

Dr. Andreas Köhler, Dr. Hans Krautzig, Bürgerverein Karlshorst, Vorstand; Ulrich Schulz, Fuhrgewerbe-Innung Berlin-Brandenburg, Vorstand; Nils Busch-Petersen, Handelsverband Berlin-Brandenburg, Hauptgeschäftsführer; Jörg Nolte, Henry Koch, IHK Berlin, Geschäftsführer; Leonhard Lischka, Marzahn-Hellersdorfer Wirt-schaftskreis, Vorstand; die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses Mario Czaja, Sebastian Czaja, Christian Gräff, Regina Kittler, Kristian Ronneburg, Tino Schopf, Iris Spranger;

Dr. Hannelore Helbig-Zschäpe, Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg, Vorstand; Marlies Schneekloth, Wirtschaftskreis Treptow-Köpenick, Vorstand; Carsten Brönstrup, Vereinigung Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, Abteilungsleiter;

Jochen Brückmann, Verband Deutscher Grundstücksnutzer, Präsident; Eberhard Roloff, Klaus-Jürgen Velke, Verein der Eigenheim- und Grundstücksbesitzer in Deutschland, Regionalgruppenleiter.

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