Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Endlich besserer Schutz?

Berlin-Karlshorst: Politiker setzen sich für schallgeplagte Anwohner im Seifertweg ein

Störende Geräusche und Erschütterungen von der nahen U-Bahn sind für die Anwohner des Seifertweges in Berlin-Karlshorst seit zwanzig Jahren ein Ärgernis. Sie rauben ihnen oft den Schlaf und sorgen auch am Tage für Nervosität. Darüber berichteten wir kürzlich in dem Beitrag „Im Minutentakt“ im VDGN-Journal, Heft 1-2/2021, auf den Seiten 10-11.

Das las die Bezirksverordnete der LINKEN in Lichtenberg, Ingeborg Görsdorf: „Von dem Problem erfuhr ich erst aus der Zeitschrift. Daß solche permanenten Störungen die Lebensqualität sehr einschränken können, weiß ich aus eigener Erfahrung mit Lärmbelastungen. Da muß etwas passieren.“ Die Berlinerin, die selbst VDGN-Mitglied ist und seit 2001 im Bezirksparlament aktiv, informierte ihre Fraktion. In der Bezirksverordnetenversammlung am 18. Februar stellte man den Antrag, das Bezirksamt möge sich mit dem Problem befassen und zusammen mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und Anwohnern an einer Lösung arbeiten. Der Antrag wurde angenommen. Nun hat das Bezirksamt maximal sechs Wochen Zeit, den Beschluß umzusetzen, erklärt Ingeborg Görsdorf. Sie ist zuversichtlich, daß für die Anwohner etwas erreicht werden kann.

Auch Kristian Ronneburg, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und Verkehrspolitischer Sprecher der LINKEN, war auf den Fall aufmerksam geworden, informierte sich im Januar bei den Betroffenen über das Problem und bisher unternommene Versuche, es zu lösen. „Mir leuchtete nicht ein, warum es so schwerfallen soll, den Mangel abzustellen. Früher erfolgte Geräusch-Messungen boten ja auch Anhaltspunkte, daß hier Handlungsbedarf besteht.“ Er nahm Kontakt zur BVG auf. Dort erklärte man ihm, das Problem sei bekannt, erzählt der 34jährige Politiker: „Die BVG teilte mir weiter mit, daß bei der in diesem Jahr geplanten Instandsetzung der Gleisanlagen auch schalldämmende Zwischenlagen zwischen Schienen und Schwellen eingebaut werden sollen.“

Diese Nachricht wurde im Seifertweg freudig aufgenommen. Woran die Anwohner kaum noch glauben mochten, nämlich einen besseren Schallschutz zu bekommen, scheint jetzt möglich.

Kerstin Große

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