Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Die Kraft der Solidarität

Zusammenhalten in der Corona-Krise – VDGN-Beratungsangebote jetzt besonders wichtig. Von Christian Gräff, VDGN-Präsident, und Peter Ohm, 1. Vizepräsident

Liebe Mitglieder,

wie wird sich die Corona-Krise auf unser Leben auswirken – morgen, übermorgen, in ein paar Wochen und Monaten, im nächsten Jahr und darüber hinaus? Es gibt wohl kaum jemanden unter uns, der sich diese Frage nicht stellt.

Wir sind keine Propheten. Wir können nicht absehen, wie die Folgen für Leben und Gesundheit wirklich aussehen, sondern nur hoffen, es möge das Schlimmste nicht eintreten – und selbst alles Mögliche tun, um dieses Schlimmste abzuwehren.

Was wir jetzt schon abschätzen können: Der Preis der Krise wird hoch sein. Aufgrund der radikalen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, der Kontakt- und Ausgehsperren, der Schließung von Betrieben, Kulturstätten und Institutionen stehen viele Menschen plötzlich ohne Einkommen da. Andere müssen mit starken finanziellen Einbußen auskommen. Der Staat versucht mit Hilfs-, Kredit- und Zuschußprogammen, die hunderte Milliarden Euro kosten, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des ausgerufenen Pandemie-Notstandes zu lindern. Das ist gut so. Doch irgendwann wird auch dafür die Rechnung gestellt.

Wer im eigenen Haus wohnt oder einer Eigentumswohnung und vielleicht Anschaffung, Renovierung oder Umbau mit einem Kredit finanziert hat, wird sich fragen: Kann ich die Raten auch demnächst noch bezahlen? Wer eine Datsche sein eigen nennt, schaut eventuell besorgt auf den nächsten Termin, an dem die Pacht fällig ist. Und wird das Geld noch für die Miete der Wohnung reichen, in der Kleingärtner oder Garageneigentümer leben?

Und da wir nicht blauäugig sind, rechnen wir für die Zukunft mit verstärkten Anstrengungen der öffentlichen Hand, ihre Kassen wieder zu füllen. Grundstücksnutzer waren da schon immer die Adressaten für besondere Begehrlichkeiten bei Steuern und anderen Abgaben. Schon jetzt abzusehen ist, daß die Reform der Grundsteuer zu höheren Belastungen für viele von uns führt – wenn es kein Gegensteuern auf Länderebene und im Einzelfall gibt.

Solidarität, derzeit allerorten beschworen und in vielen Fällen vorbildlich praktiziert, ist das Grundprinzip des VDGN immer gewesen. So wird es auch bleiben. Unsere von allen Mitgliedern gemeinsam finanzierte Solidargemeinschaft sorgt dafür, daß jede und jeder die von unserem Verband leistbare Unterstützung im Bedarfsfalle erfährt. Dazu zählt insbesondere die Rechtsberatung unserer Mitglieder in allen Fragen rund um das Grundstück, die Datsche, die Eigentumswohnung, den Kleingarten oder die Garage auf fremdem Grund. Diese Beratung, die auch die Fragen des Lebens und Wohnens im Alter einschließt, muß jetzt bis auf Widerruf zu Ihrem Schutz und zum Schutz unserer Mitarbeiter telefonisch geschehen oder, wenn unsere Mitglieder es wünschen, per Skype. Scheuen Sie sich nicht, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen.

Wie gewohnt wird weiter unser VDGN-Journal erscheinen, um über Themen zu informieren, die unsere Mitglieder interessieren. Nur äußere Umstände, wie Schwierigkeiten bei der Zustellung durch die Post oder Ausfälle beim Druck, könnten das verhindern. Danach sieht es derzeit nicht aus. Aber selbst wenn hier der schlimmste Fall einträte, würden wir Möglichkeiten finden, Sie zu informieren – insbesondere auf unserer Website.

Ganz besonders möchten wir Sie auch auf unser System der Rechtsberatung per Telefon zu allen Themen hinweisen, die nicht direkt Grundstücksfragen betreffen. Ganz gleich, ob Arbeitsrecht, Reiserecht, Mietrecht, die jetzt besonders gefragt sind – wir vermitteln unseren Mitgliedern zügig eine telefonische Beratung bei einem der mit uns verbundenen Rechtsanwälte. Für diese Vermittlung wird lediglich eine Gebühr von

5 Euro erhoben. Aber jedes dieser Gespräche kann Gold wert sein. In jedem Falle ist so schnelle Hilfe gegeben zu Zeiten, da auch Beratungsgespräche in den Kanzleien der Anwälte aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht mehr möglich sind.

Die Kraft einer Gemeinschaft bewährt sich gerade in schwierigen Zeiten. Wir sind zuversichtlich, daß uns dieses gemeinsam gelingt – getreu unserem alten Motto: Zusammenhalten, Durchhalten, Gegenhalten – diesmal gegen das Corona-Virus und seine Folgen.

Bleiben Sie gesund!

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