Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Bei Förderung vergessen

VDGN-Brief an Minister: E-Ladestationen auch für Garageneigentümer!

Tore von Garagen
Foto: Rainer Große

Privatpersonen können seit 24. November einen Zuschuß für den Einbau einer Elektroauto-Ladestation bei der bundeseigenen KfW-Bank beantragen. Für Kauf, Einbau und Anschluß können sie wie bereits berichtet, pro Ladepunkt 900 Euro Förderung erhalten, wenn der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt.

Bei der Formulierung der Kriterien für dieses Förderprogramm wurden jedoch die vielen Eigentümer einer Garage auf fremdem Grund und Boden vergessen. Deshalb hat sich der VDGN jetzt an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit der Bitte um Unterstützung gewandt. In einem vom VDGN-Präsidenten Jochen Brückmann und dem 1. Vizepräsidenten Peter Ohm unterzeichneten Brief an den Minister heißt es:

„Der VDGN begrüßt, daß der Bund jetzt erstmalig den Kauf und die Installation privater Ladestationen fördert. Mit diesem Förderprogramm wird die E-Mobilität auch für unsere Mitglieder sicher noch interessanter. Leider geht aus den bisherigen Veröffentlichungen nicht hervor, daß auch Privatpersonen, die lediglich Eigentümer einer Garage sind, die Förderung nutzen können. Diese erfüllen in der Regel alle genannten Förderbedingungen bis auf eine: Ihre Garage gehört nicht unmittelbar zu einer Wohnung. Die meisten von ihnen leben in einer Miet- oder Eigentumswohnung, haben für das Grundstück, auf dem ihre Garage steht, jedoch einen separaten Pachtvertrag.

In den ostdeutschen Bundesländern handelt es sich meist um große Garagenhöfe, deren Mitglieder in gemeinnützigen Vereinen organisiert sind. Um die Dimension zu verdeutlichen, haben wir als Anlage einen aktuellen Beitrag aus unserem Mitgliederjournal „Das Grundstück“ mit dem Luftbild eines großen Leipziger Garagenhofes beigefügt.

Viele Betroffene aus unserer Mitgliedschaft und deren Vereinsvorstände haben sich mit diesem Problem bereits an den VDGN gewandt. Die einzige Möglichkeit für sie, das E-Auto privat aufzuladen, besteht in ihrer Eigentumsgarage oder an einer nicht-öffentlichen Ladesäule auf dem Gelände ihres Garagenvereins. Wir sind der festen Überzeugung, daß es dem Anliegen des Förderprogramms entspricht, auch diese E-Auto-

fahrer mit einer eigenen Garage einzubeziehen. Deshalb bitten wir Sie, uns in dieser Richtung mit Nachdruck zu unterstützen und freuen uns auf Ihre Antwort.“

Eine Antwort auf das Schreiben des VDGN stand zum Redaktionsschluß noch aus.

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