Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Gesundes Leinöl

Seine Fettsäuren sollen Blutdruck senken

Die Leingewächse (Linaceae) sind eine große Familie mit über 200 Arten. Leinsamen ließen sich schon die Bewohner von Troja schmecken. In den Schalen des Leinsamens finden sich quellfähige Ballaststoffe. Diese bringen den Darm in Bewegung.

Optimal entfaltet Leinsamen seine Wirkung, wenn er leicht aufgebrochen oder geschrotet wird. Er ist eine beliebte Zutat für Müslis und auch Brotteige. Aus der orientalischen Küche ist Leinsamen kaum wegzudenken. Wichtig ist beim Verzehr von Leinsamen, parallel viel zu trinken.

Das Leinöl, das aus den Samen gepreßt wird, schmeckt nussig und leicht herb. Kalt gepreßt, werden seine wertvollen ungesättigten Fettsäuren erhalten. Leinöl ist besonders für seinen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure bekannt. Sie gehört zu den Omega-3-Fettsäuren, die der Mensch nicht selbst bilden kann, sondern mit der Nahrung aufnehmen muß. Omega-3-Fettsäuren sprechen Ernährungswissenschaftler unter anderem blutdrucksenkende und entzündungshemmende Wirkung zu. Damit sollen sie besonders bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken.

Leinöl reagiert empfindlich auf Sauerstoff und Licht. Daher wird das Öl meist in kleinen Mengen in Flaschen aus braunem oder grünem Glas angeboten. Leinöl sollte nach Anbruch kühl gelagert und rasch verbraucht werden. Es paßt gut zu Müslis, Quarkspeisen und Salatsaucen. Dips und Aufstriche bekommen durch Leinöl eine feine, nussige Note. In den für Lein ehemals typischen Anbaugebieten, in der Lausitz und in Schlesien, ist Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl (siehe Foto) ein verbreitetes Gericht. Dieses einfache Gericht ist gesund und köstlich – versuchen Sie es einmal!

Marion Morgner, www.bzfe.de

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