Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Sehstörungen bei Kleinkindern erkennen

Hinweise auf Augenprobleme ernstnehmen

Zur Behandlung einer Sehschwäche, die durch Schielen entstanden ist, deckt die Ärztin das gesunde Auge mit einem Pflaster ab. Auf diese Weise läßt sich das schwächere Auge fördern
Zur Behandlung einer Sehschwäche, die durch Schielen entstanden ist, deckt die Ärztin das gesunde Auge mit einem Pflaster ab. Auf diese Weise läßt sich das schwächere Auge fördern Foto: AOK-Mediendienst

Sehstörungen können die Entwicklung von Kindern behindern. Daher ist es gut, sie möglichst frühzeitig festzustellen.

Dazu dienen unter anderem die Früherkennungsuntersuchungen beim Kinderarzt. Aber auch die Eltern können auf Hinweise achten, etwa, wenn ihr Kind nicht auf Lichtreize reagiert oder lichtscheu ist. Auch auffallend große und häufig tränende Augen sowie Ungeschicklichkeit, ständiges Stolpern oder Danebengreifen deuten auf Augenprobleme hin.

Weil sich der Körper bei Sehdefiziten mehr anstrengen muß, klagen betroffene Kinder häufig über Kopfschmerzen oder ermüden zum Beispiel beim Betrachten von Bilderbüchern schneller.

Wenn Eltern vermuten, daß bei ihrem Kind eine Sehschwäche vorliegt, sollten sie das mit dem Kinderarzt besprechen oder direkt einen Augenarzt aufsuchen. Falls das Kind eine Brille benötigt, auf ein stabiles Gestell achten, denn Kinderbrillen müssen in der Regel einiges aushalten. Elastische Bügel und ein Nasensteg mit möglichst großer Auflagefläche garantieren einen sicheren und komfortablen Sitz. Bruchsichere Kunststoffgläser reduzieren die Verletzungsgefahr bei Stürzen.

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung

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