Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Kein Grund abzuheben“

Peter Haller ist seit 25 Jahren Handwerksmeister und bleibt bodenständig

Peter Haller in seinem Büro im brandenburgischen Fredersdorf
Peter Haller in seinem Büro im brandenburgischen Fredersdorf Foto: Kerstin Große

„Jeder hat nur ein Leben. Und das sollte man sich schön und angenehm machen, in jedem Alter.“ Nicht nur im Privatleben hat Peter Haller diesen Anspruch, er ist dem Handwerksmeister für Sanitär- und Heizungstechnik auch bei der Arbeit für seine Kunden wichtig. Gleich, ob es sich um ein neues Bad, einen altersgerechten Badumbau oder „nur“ eine kleine Reparatur handelt, ob eine Heizungswartung ansteht oder eine in die Jahre gekommene Heizung durch modernste Brennwerttechnik, Solar- oder Wärmepumpentechnik ersetzt werden soll.

Neben kompletten Hausinstallationen in Neubauten führen ihn seine Aufträge oft auch zu Menschen höheren Alters in ihrem Eigenheim, das sie einst unter großen Entbehrungen gebaut oder ausgebaut haben, und in dem sie wohnen bleiben wollen, bis es gar nicht mehr geht.

Wären da nicht die Bäder. Sie werden den speziellen Bedürfnissen ihrer Eigentümer, die vielleicht eine Krankheit oder eine Behinderung einschränkt, nicht mehr gerecht. So wünschen sie sich statt der Badewanne oder der zu hohen Dusche den Einbau einer flachen, rutschhemmenden Duschwanne oder eine sichere und komfortable Nutzung des Waschbeckens.

Dusche statt Wanne
„Meine Aufgabe ist es dann, gemeinsam mit den Hausbesitzern und häufig auch deren Kindern zu klären, ob und wie ihre Wünsche umgesetzt werden können und was das kosten wird“, erklärt der erfahrene Handwerksmeister und muß dabei auch mal eine unrealistische Vorstellung zurechtrücken: „Gerade in Altbauten kann eine ebenerdige Dusche oft nur sehr aufwendig oder gar nicht realisiert werden. Häufig erfüllt der vorhandene Fußbodenaufbau und der Abfluß nicht die baulichen Voraussetzungen bzw. der bestehende geflieste Boden im Bad soll erhalten bleiben.

Unsere Lösung ist der Einbau spezieller, extrem flacher Duschwannen. Sie verfügen über eine rutschhemmende Oberfläche, die sich leicht reinigen läßt. Das Gefälle für einen optimalen Wasserabfluß ist bereits integriert. Man hat einen sicheren Stand und auch der Spritzschutz ist besser gewährleistet. Natürlich läßt sich der Duschbereich durch einen Klappsitz und Haltesysteme komplettieren, diese bieten eine zusätzliche Sicherheit bei der Benutzung der Sanitärobjekte“, erklärt der Handwerksmeister. Wer dennoch eine Pflegeperson zur Unterstützung dabeihaben muß, dem empfiehlt Peter Haller, statt der üblichen Duschabtrennungen einen flexibleren Duschvorhang zu wählen. „Die neuen Duschvorhangsysteme haben ein modernes Design und viel bessere Materialeigenschaften als früher. Das hochmoderne, harzbehandelte Polyestermaterial mit Seidenanteil ist schmutzabweisend, antistatisch, hautsympathisch und waschbar. DDR-Charme kommt da nicht auf, da kann ich beruhigen“, schmunzelt der 54-jährige, der seinen Beruf von der Pike auf erlernte und in einem größeren Sanitärunternehmen Lehrlinge ausbildete, bevor er eine eigene Firma gründete und später auf den Gewerbehof im brandenburgischen Fredersdorf zog, wo auch andere Gewerke ansässig sind.

Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, „doch das ist kein Grund abzuheben“, meint der bodenständige Peter Haller. Er legt sehr viel Wert darauf, neue Kunden nicht abzuweisen und bei besonderen Härtefällen bzw. Havarien schnelle Hilfe leisten zu können.

Soll das Bad umgebaut werden, schaut er sich bei einem Vor-Ort-Termin alles genau an, mißt, berät und zeigt seinen Auftraggebern auf dem I-Pad Fotos von Produkten oder vereinbart einen Treff in der Badausstellung bzw. im Büro, um anhand von Beratungsmustern die Funktion von spezifischen Hilfsmitteln und Armaturen zu zeigen.

Über mögliche Zuschüsse von Kranken- und Pflegekassen kann in Zusammenarbeit mit dem Pflegeteam des VDGN informiert werden. Die Sorge, daß ein Badumbau über viele Wochen einen Ausnahmezustand im Hause auslöst, will er nehmen: „Alles eine Frage der Planung und Koordination. Kleinere Umbauten, wie der Austausch einer Dusche oder die Erneuerung des Heizgerätes, dauern lediglich ein bis drei Tage.

Bei kompletten Bad-und Heizungsumbauten sichern wir durch eine gute Planung und Koordinierung in Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken eine termingerechte und reibungslose Ausführung zu. Dabei arbeiten wir rücksichtsvoll, umsichtig und schmutz-arm, bedecken Böden und Treppen im Laufbereich mit einem rutschsicheren Schutz-vlies“, betont Peter Haller.

Gefragter Heizungsspezialist
Seit 2005 ist der Handwerksmeister bereits Mitglied im Unternehmenspool des VDGN, war für zahlreiche Mitglieder tätig und installierte im neuen Beratungszentrum modernste, barrierearme Sanitärobjekte. So wird sein Name dort vor allem beim Thema altersgerechtes Bad genannt. Genauso gefragt sind er und sein Team aber auch, wenn es um Heizungsanlagen geht. Er führt das auf ihre fachliche Leistung zurück (sie bilden sich regelmäßig weiter, um bei der rasanten Entwicklung in der Haustechnik immer auf dem neuesten Stand zu sein), einen freundlichen Ton im Umgang und die zuverlässige Arbeitsweise. „Nicht selten ruft ein Kunde an und möchte wissen, ob der nette Monteur Enrico wiederkommen kann“, sagt Peter Haller. „Das ist für mich ein ganz wichtiges Indiz für Vertrauen in unsere Leistung, ob es nun um Wartung, Reparatur oder Neubau geht. Und darauf bin ich ein wenig stolz.“

In diesem Jahr feiert Peter Haller das 25jährige Jubiläum seiner Meisterqualifikation. Im Oktober wird ihm aus diesem Anlaß der Silberne Meisterbrief von der Handwerkskammer Frankfurt/Oder überreicht.

Kerstin Große

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