Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Verbändetreffen in Düsseldorf

Aktuelle Probleme des Kleingartenwesens diskutiert

Nach Düsseldorf kamen Vertreter von VDGN-Kleingartenverbänden aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg Foto: Nicole Mesch
Nach Düsseldorf kamen Vertreter von VDGN-Kleingartenverbänden aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg Foto: Nicole Mesch

Wie in jedem Frühling kamen am 16. Mai 2019 Vertreter der Kleingärtenverbände Düsseldorf, Oberhausen, Schwelm und Essen sowie der Schreberrebellen aus Hamburg und der Berliner VDGN-Zentrale zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Probleme und Entwicklungen des Kleingartenwesens zu diskutieren.

Eingeladen hatte dieses Mal der Stadtverband Düsseldorf, als Gäste konnten zudem zwei Vorstandsmitglieder des Kleingartenvereins Siegburg begrüßt werden. Zunächst konnten die Schreberrebellen aus Hamburg die gute Nachricht überbringen, daß der Landesbund Hamburg seine mehr als fragwürdige Ausforschungsaktion zur Abwasser-entsorgung aus Gründen des Datenschutzrechtes beenden mußte und alle bereits ausgefüllten Fragebögen ausnahmslos vernichtet werden mußten.

Ein toller Erfolg, auf dem sich die Hamburger jedoch nicht ausruhen, sondern weiterhin gegen kleingärtnerfeindliche Politik des Landesbundes Hamburg rebellieren werden.

So dramatisch wie in Hamburg ist die Lage in Nordrhein-Westfalen derzeit zum Glück nicht, was auch der Tatsache geschuldet ist, daß für die Verbände aus Düsseldorf, Oberhausen, Schwelm und Essen die Sorgen und Nöte der Kleingärtner Priorität haben. Doch auch dort gibt es große und kleine Probleme, wie beispielsweise der Datenschutz im Kleingartenverein, Rückbauforderungen bei übergroßen Lauben, die Durchsetzung kleingärtnerischer Nutzung und die Sicherstellung von Zufahrten für Feuerwehr und Krankenwagen, die allesamt diskutiert wurden. Doch auch das große Ganze wurde nicht aus den Augen verloren, wie die Frage, ob das Bundeskleingartengesetz noch zeitgemäß ist und wie es verbessert werden kann.

Dies läßt sich natürlich nicht bei einem Treffen abschließend klären und wird die Teilnehmer auch bei den zukünftigen Zusammenkünften noch beschäftigen. Die nächste Gelegenheit wird sich im Oktober bieten, wenn alle Beteiligten sich in Schwelm wieder treffen werden.

Ulf Mätzig

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