Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Erreichtes bewahren – Zukunft gestalten

Von Christian Gräff, Vorsitzender des VMEG

Wenn am 14. Juni der VDGN-Verbandstag berät, wird das VDGN-Präsidium den Teilnehmern einen Leitantrag zur Abstimmung vorschlagen, der die Richtlinien für die Arbeit des Verbandes in den kommenden Jahren festlegen soll. Gemeinsam mit den Vizepräsidenten des VDGN Peter Ohm und Ute Brach, dem Präsidium und dem gesamten Team der Hauptgeschäftsstelle durfte ich in den vergangenen Wochen daran teilnehmen, die Themen für diesen Antrag zu erarbeiten.

Eine moderne Geschäftsstelle, mehr Service und gute Angebote für unsere Mitglieder, aber vor allem eine starke Interessenvertretung – das sind die Themen, denen wir uns gemeinsam stellen müssen und werden. Dabei können wir auf dem bereits Erreichten aufbauen. Der VDGN ist seit 25 Jahren bewährter und konsequenter Vertreter der Interessen von Menschen, die ihr Eigentum an Gebäuden bzw. Wohnungen selbst nutzen. Kein anderer Verband kämpft in Deutschland so entschlossen und meist erfolgreich für die Interessen von Eigentümern und Nutzern von Eigenheimen, Wohnungen, Erholungs- und Wochenendgrundstücken, Kleingärten sowie Garagen auf fremdem Grund und Boden. Wenn wir zum Beispiel heute über die Zukunft der Datschen und Garagen mit DDR-Pachtverträgen nach dem 3. Oktober 2022 nachdenken, stellen wir uns eine Aufgabe, die es gar nicht mehr gäbe, hätte der VDGN nicht kräftig Einfluß genommen auf die Ausgestaltung und Anwendung des Schuldrechtsanpassungsgesetzes, seine Auslegung vor den Gerichten und in der Öffentlichkeit.

Die Interessen der Nutzer von Datschen- und Garagengrundstücken in diesen rauhen Zeiten durchzusetzen, Kleingärten, dort wo sie bedroht sind, zu erhalten, für ein modernes Kleingartenwesen zu kämpfen, das gehört weiter zu den Kernthemen des VDGN. So wie wir dafür eintreten, die Belastung der Grundstücksnutzer für abgabenpflichtige Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge – wie Abfallentsorgung und Straßenreinigung – zu begrenzen, die Straßenausbaubeiträge und ebenso Beiträge für „Scheinerschließungen“ in allen Bundesländern abzuschaffen. Wenn Grundstücksnutzer mit bürokratischen Zumutungen konfrontiert werden, die sie zu Investitionen ohne wirtschaftlichen Nutzen für sie selbst zwingen, ist klar, auf wessen Seite wir stehen.

Wenn nicht wir für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bundesweit, auf dem Land und in den Städten, vor allem bei der Infrastruktur und der Mobilität für alle Altersgruppen und alle Bürger kämpfen, wird es niemand in Deutschland tun.

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