Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Zeit für Tapetenwechsel?

Firmenporträt: Das Unternehmen wohnissimo verschönert Wände, Fassaden und Fußböden

Erik Schmell in seinem Büro
Leidenschaft fürs Handwerk: Erik Schmell in seinem Büro in Mühlenbeck nördlich von Berlin Foto: Kerstin Große

Wenn die Tage länger werden und die Sonne jeden kleinen Makel in den eigenen vier Wänden ausleuchtet, dann reift oft der Entschluß, mit einem frischen Anstrich, neuen Tapeten oder Fußböden das Zuhause zu verschönern.

Für Malermeister Erik Schmell beginnt dann eine turbulente Zeit: In seinem Büro im brandenburgischen Mühlenbeck klingelt das Telefon immer häufiger, die Kunden wollen möglichst schnell einen Termin fürs Malern und Streichen, Tapezieren oder Fußbodenverlegen. „Ich bearbeite alle Untergründe, egal, ob Wände, Fußböden oder Hausfassaden“, erklärt der Chef des kleinen Handwerksbetriebs, dessen Name wohnissimo die Phantasie förmlich herausfordert.

Der erste Kontakt ist dann Chefsache: Besuch bei den Kunden, um in aller Ruhe zu beraten, wie das Zuhause mit neuen Farben und Materialien wohnlicher, moderner, schöner werden könnte. Erik Schmell hört sich Wünsche und Vorstellungen an, hilft bei der Orientierung über Materialien und Farben und – nicht zu vergessen – den finanziellen Rahmen. Daß seine Arbeit und die seiner vier Angestellten ihren Preis hat, verschweigt der Handwerker nicht. Im Gegenteil: „Die Kunden schätzen es, wenn ich nicht um den heißen Brei herumrede“, ist Schmells Erfahrung: „Mein Versprechen ist handwerklich fundierte Arbeit zu leisten, an der man lange Freude hat.“ Anders als manches Ergebnis von Vorgängern, das dann bei seinen Kunden mitunter zum Vorschein kommt: laienhaft verklebte Tapeten, unzureichend vorbereitete Untergründe, unsaubere Abschlüsse bei Farbanstrichen.

Von solchen „Kollegen“ setzt sich Erik Schmell ganz bewußt ab. Neben qualitativ hochwertiger Arbeit will er seinen Beschäftigten ein fairer Arbeitgeber sein und zahlt nach Tarif. Das sei alles andere als selbstverständlich in Brandenburg, betont der Chef, „doch qualifizierte Arbeitskräfte werden überall gesucht, ich möchte sie damit auch ans Unternehmen binden“.

Seine Lehrausbildung hat er einst beim VEB Baureparaturen in Berlin-Pankow absolviert und erinnert sich gern an diese Zeit, „obwohl es an allem mangelte. Aber wir lernten, mit dem Wenigen kreativ umzugehen. Farben wurden beispielsweise oft selbst hergestellt“. 15 Jahre lang war Erik Schmell ganz normaler Angestellter eines mittelständischen Unternehmens. Doch er wußte schon immer, daß da noch mehr geht, erinnert er sich heute augenzwinkernd. Und daß er leicht Kontakt zu Menschen finde, sei sicher von Vorteil für die Selbständigkeit gewesen, räumt er ein.

Den Meisterbrief in der Tasche, gründete Erik Schmell 2006 sein Unternehmen wohnissimo und kaufte 2010 noch die Firma eines Kollegen in Berlin-Kaulsdorf dazu. Arbeits- und entbehrungsreiche Jahre schlossen sich an: „Wie viele andere mußte ich auch Lehrgeld zahlen“, erinnert er sich, „denn öffentliche Auftraggeber zahlten oftmals sehr schleppend für unsere Leistungen. Dazu der Preisverfall. Seitdem der Meisterzwang im Malerhandwerk wegfiel, schnellte die Zahl der Anbieter hoch, von denen sich sehr viele bis heute weit unter Wert verkaufen. Das konnte leicht die Existenz kosten.“

Die Firma verkleinerte sich und bedient fast ausschließlich private Kunden, wie Haus- und Wohnungseigentümer. Das war auch der Grund für Erik Schmell, Mitglied des Unternehmenspools beim VDGN zu werden. Zum wiederholten Mal stellte er sich im Herbst 2018 der Zertifizierung durch den VDGN. Dabei hob die Kommission seine schnelle Reaktion auf Anfragen von Mitgliedern hervor. Mit „Sehr Gut“ bewerteten Mitglieder die Qualität seiner Arbeit, die fachliche Kompetenz, das Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenorientierung und Termintreue. Manche sind inzwischen Stammkunden geworden. Kurz vor Weihnachten erhielt Erik Schmell die VDGN-Urkunde für gute Qualität bei Serviceleistungen aus den Händen von VDGN-Vizepräsident Peter Ohm (Foto unten).

Dazu paßt, daß der Malermeister auch nach über 30 Jahren Tätigkeit feststellt: „Für mich ist es nach wie vor der schönste Beruf im Handwerk!“

Kerstin Große

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