Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Große Vergangenheit, große Aufgaben

VMEG-Vorsitzender Christian Gräff zum Jubiläum 25 Jahre VDGN

Gemeinsam mit den Vizepräsidenten des VDGN Peter Ohm und Ute Brach habe ich als neu gewählter Vorsitzender des VMEG mit den Vorständen und Mitarbeitern in den letzten Tagen einen Rückblick auf die Arbeit des Verbandes gewagt. Gleichzeitig haben wir uns über neue Themen, die heute unsere Mitglieder bewegen, Gedanken gemacht und Lösungswege erarbeitet.

Ohne die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Mitglieder im VDGN, der Mitarbeiter und von Eckhart Beleites als Motor und Lenker des Verbandes wären die Interessen der ostdeutschen Grundstücksnutzer, der Eigentümer von Wohngrundstücken, der Datschen- und Garagennutzer und vieler anderer Menschen im vergangenen Vierteljahrhundert nicht so nachhaltig und effektiv, ja vielleicht gar nicht vertreten worden.

Der Verband hat sich um die längst noch nicht vollzogene innere Einheit Deutschlands verdient gemacht. Während manche über „jammernde Ossis“ schwadronierten, wurden die existentiellen Sorgen und Probleme sehr vieler Bürgerinnen und Bürger in den neuen Bundesländern aufgegriffen, mutig gegen Widerstände artikuliert und Lösungen umgesetzt. Beispielhaft seien die Sicherung des Eigentums für die „Modrow-Käufer“ und die Abschaffung des Straßenausbaubeitragsgesetzes in Berlin genannt. Und dabei wurden immer – im Sinne einer vernünftigen Lösung – auch die Interessen des jeweiligen Widerparts im Blick behalten. Vor genau solch großen Herausforderungen stehen wir gerade wieder: Globalisierung, Digitalisierung und drohende Handelskriege haben zu einer tiefen Verunsicherung bei vielen Menschen geführt.

Die deutsche Politik begegnet dem mit Ratlosigkeit. Die radikalen Ränder rechts und links werden stärker. Eine Bundesregierung kam erst nach Monaten zustande. Dabei benötigt das Land gerade in diesen Zeiten Führung und Zuversicht. Auch Grundstücksnutzer, Haus- und Wohnungseigentümer, Kleingärtner und Datschenbesitzer benötigen eine starke Interessenvertretung. Die Unsicherheiten um die Ausgestaltung der Grundsteuer, um die künftige Finanzierung der Wasser- und Abwassersysteme in den ländlichen Regionen, die Debatten um Enteignungen in Berlin oder gänzlich neue Gebühren verunsichern wieder viele Menschen.

Die Beratung unserer Mitglieder, Serviceangebote rund um Haus und Garten, aber vor allem die Vertretung der Interessen der vielen zehntausenden Mitglieder sind die elementaren Aufgaben des Verbandes. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, müssen auch wir uns verändern. Dazu werden wir unsere Angebote in den nächsten Monaten weiter verbessern und Sie darüber gern informieren. Damit auch in den kommenden 25 Jahren diejenigen, die in unserem Verband einen einzigartigen und für ihre Probleme oft den einzigen Interessenvertreter hatten, Sicherheit für Haus, Grundstück und Garten im VDGN finden werden.

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