Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Innovation statt Zwang

VDGN-Podiumsdiskussion zur energetischen Sanierung von Eigenheimen

Überzogene Vorgaben der Politik für energetische Sanierungen verärgern auch viele VDGN-Mitglieder, wie sich auf der Podiumsdiskussion am 6. Juli in Berlin zeigte
Überzogene Vorgaben der Politik für energetische Sanierungen verärgern auch viele VDGN-Mitglieder, wie sich auf der Podiumsdiskussion am 6. Juli in Berlin zeigte

Investitionen für die energetische Sanierung von Eigenheimen müssen wirtschaftlich sein und sich in vernünftiger Zeit amortisieren. Zwangsmaßnahmen, wie sie der derzeit auf Eis gelegte Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorsieht, sind kontraproduktiv und werden entschieden abgelehnt. Darin waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zum Thema „Energie sparen ohne Zwang und mit Köpfchen“, zu der der VDGN gemeinsam mit dem VfU (Verein zur Förderung und Pflege der städtischen und kommunalen Umwelt) am 6. Juli in das Abacus-Hotel Berlin eingeladen hatte, einig.

„Erzwungene Maßnahmen, die den Eigenheimern unter dem Strich Verluste bringen, führen dazu, daß oft gänzlich auf eine Sanierung von Bestandsgebäuden verzichtet wird“, erklärte VDGN-Präsident Peter Ohm. Notwendig seien vielmehr intelligente Lösungen, um abseits nicht mehr nachvollziehbarer Forderungen nach immer stärkeren Dämmdicken sinnvoll Strom und Wärme zu sparen. Dabei muß das Gebot der Technologie-Offenheit gelten. Jeder muß den Weg selbst bestimmen können, auf dem er vorgegebene Ziele realer Energieeinsparung erreicht“, forderte VDGN-Präsident Peter Ohm. Unterstützung für diese Forderungen gab es vom CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak, der über die politischen Rahmenbedingungen für die energetische Sanierung referierte. Er plädierte dafür, verstärkt steuerliche Anreize zu schaffen und die Lasten nicht allein den Eigentümern aufzubürden, sondern auf viele Schultern zu verteilen. Weitere Referenten der Veranstaltung waren Siegfried Rehberg, langjähriger Technikchef des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) und dort für die energetische Sanierung zuständig, sowie Lutz Mertens vom Institut für Wärme und Oeltechnik, der neueste Projekte für die Nutzung der Power-to-Heat-Technolgie im Eigenheimbereich vorstellte. 

 

 

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