Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Welt der Gärten

IGA Berlin 2017 im Bezirk Marzahn-Hellersdorf öffnete ihre Pforten

Auf der Aussichtsplattform "Wolkenhain" Foto: Frank Sperling
Auf der Aussichtsplattform "Wolkenhain" Foto: Frank Sperling

Vor der Silhouette einer der größten Plattenbausiedlungen Europas wurde im Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf am 13. April die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 eröffnet. Für 186 Tage, bis zum 15. Oktober, soll ein Festival der grünen Gartenkunst gefeiert werden. Das Areal erstreckt sich um die Gärten der Welt, den bewaldeten Kienberg bis hinein in Teile des wasserreichen Wuhletals.

Die bereits bestehenden „Gärten der Welt“ sind erweitert worden; sie waren 1987 anläßlich der 750-Jahr-Feier Berlins als Berliner Gartenschau entstanden. Ein englischer Garten ergänzt nun die bislang neun Themenanlagen, die in den Orient, nach Bali, Japan und Korea führen. Auch ein Renaissancegarten, ein Christlicher Garten oder ein Irrgarten mit Labyrinth laden zum Lustwandeln und Entdecken ein. Komplett neu sind auch neun internationale zeitgenössische Gartenkabinette. Sie geben Einblicke in Gartenkunst aus Großbritannien, Australien, Libanon, Thailand, China, Brasilien, Chile, Südafrika und Deutschland. Renommierte Landschaftsarchitekten von fünf Kontinenten haben die grünen Kleinode gestaltet.

Ein Blickfang sind auch die Wassergärten entlang der „Promenade Aquatica“. Auf dem Gelände sind eine Blumenhalle mit Wechselausstellungen, eine Tropenhalle, eine Freilichtbühne mit bis zu 5.000 Plätzen sowie das Besucherzentrum zu finden.

Der Kienberg im Wuhletal wurde bewußt ausgenutzt: Über den Baumkronen ist eine spektakuläre Aussichtsplattform entstanden – vom „Wolkenhain” öffnet sich der Blick über das Ausstellungsgelände, weit über Berlin bis zur Stadtmitte und ins Brandenburger Umland. Einzigartige Aussichten ermöglicht auch der 280 Meter lange Wuhlesteg.

Aus Berlins erster Kabinenseilbahn kann man das weitläufige IGA-Gelände von oben betrachten. Vom Haupteingang Kienbergpark am U-Bahnhof „Kienberg – Gärten der Welt” steigen die Kabinen mit Platz für jeweils bis zu zehn Personen in eine Höhe von 25 bis 30 Metern. Sie fahren zunächst auf den Gipfel des Kienbergs, in die Nähe des Aussichtsbauwerkes Wolkenhain. Nach einem Stopp bringt die Seilbahn ihre Fahrgäste in den zentralen Bereich der Gartenausstellung. Fünf Minuten dauert die ungewöhnliche Panoramatour, die nach rund 1,5 Kilometern an der Station „Gärten der Welt“ (Blumberger Damm) endet. Wie eine aus dem Boden wachsende Welle ziehen sich die begrünten Dachflächen aller Stationsgebäude über das Gelände.

Allerdings ist der Eintritt ins Gartenparadies nicht gerade günstig. Eine preiswerte Familienkarte fehlt vollends. Die Erwachsenen-Tageskarte kostet 20 Euro (ermäßigt 18 Euro, z. Bsp. Arbeitslose, Studenten). Mit der Abendkarte für 10 Euro kann die Ausstellung von Sonntag bis Donnerstag jeweils ab 17 Uhr besucht werden. Ermäßigte Eintrittspreise gelten für Menschen mit Behinderung (ab 50 Prozent) einschließlich Begleitperson (18 Euro) sowie für Jugendliche (5 Euro).

Kerstin Große

www.iga-berlin-2017.de

 

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