Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Holz ist mein Leben!”

Zimmermann René Niklasch hat Freude daran, alte Häuser wieder bewohnbar zu machen

René Niklasch Foto: Kerstin Große
René Niklasch Foto: Kerstin Große

„Holz ist mein Leben“, sagt René Niklasch. Wir stehen dabei inmitten eines kreativen Chaos’, das auf seiner derzeitigen Baustelle in Falkensee herrscht. Mit seinen Partnern aus anderen Gewerken saniert der 48jährige gestandene Zimmermann eine kleine Vorstadtvilla. Es ist eine ruhige Siedlungsgegend mit lauter Eigenheimen, neuen und älteren. Doch nun ist der Baulärm nicht zu überhören, und das wird die nächsten Monate andauern. „Die Nachbarn sind nett trotz der Belastung“, stellt René Niklasch erleichtert fest, „für uns Handwerker ist das nicht unwichtig.“ Man grüßt sich, hat Zeit für einen Plausch, hilft sich gegenseitig. A und O für ein gutes Miteinander beim Bauen und Sanieren sei nun mal die Kommunikation, meint Niklasch, ob mit den Nachbarn oder den Bauherren selbst. Darauf lege er großen Wert, betont der erfahrene Handwerker, der seit vielen Jahren dem VDGN-Unternehmenspool angehört und für zahlreiche Mitglieder schon tätig wurde. Über die Jahre hat sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt, erzählt er, das er nicht mehr missen möchte. Und so sei es Ehrensache für ihn, VDGN-Mitglieder schnell und zuverlässig zu bedienen, auch wenn der Terminkalender kaum weiße Flecken aufweist. Ob kleine Reparaturaufträge oder größere Vorhaben wie das Verlegen von Parkett-, Laminat- oder Dielenböden bis hin zum Terrassen- oder Carportbau – René Niklasch bietet mit seinem Unternehmen Holz-Konzept ein breites Angebot.

Doch auch beim Bau oder der Sanierung kompletter Häuser wie der Vorstadtvilla, in der wir uns treffen, ist er seit Jahren im Einsatz. Dabei, betont der Berliner, bewähre sich die enge Zusammenarbeit mit Architekten und Statikern sowie Berufskollegen aus anderen Baugewerken, wie Dachdeckern, Klempnern und Fliesenlegern. „Wir sind ein eingespieltes Team. “

Das Haus in Falkensee stand lange leer, sein Charme ist verblichen. Doch geht man durch die Räume, ist zu ahnen, daß hier wieder ein Schmuckstück entstehen könnte. René Niklasch hat genaue Vorstellungen, wie schön es einmal wird. Einige morsche Balken müssen ersetzt, das Dach neu gedeckt, eine Dämmung eingezogen, der gesamte Innenausbau gestemmt werden“, beschreibt er die Aufgaben, die vor ihnen stehen, bis der neue Eigentümer mit seiner Familie einziehen kann. Darauf hinzuarbeiten, das ist seine Erfüllung, meint er fast ein wenig pathetisch. Aber man nimmt es dem Handwerker, der zu DDR-Zeiten in Potsdam gelernt und sich nach den ersten Berufsjahren Ende der Neunziger selbständig machte, sofort ab. Er schätzt es, sein eigener Herr zu sein und selbst entscheiden zu können, nimmt dabei auch harte Zeiten in Kauf. Mal richtig lange Urlaub machen mit seiner Frau – das haben sie sich seit Jahren nicht gegönnt. Er kommentiert das ganz trocken und mit einem Schmunzeln: „Dienst nach Vorschrift gibt es bei mir nicht.“

Kerstin Große

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