Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Neu: VDGN vermittelt Hilfe im Alltag

Anerkennung vom Senat für Angebot an Pflegebedürftige und Angehörige in Berlin

Nun gehört der VDGN zu den Institutionen, die in ganz Berlin Pflegebedürftige in ihrem Alltag unterstützen dürfen! Die Zulassung für einen solchen Service erhielt der Verband von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

Der VDGN hat damit ein sehr wichtiges Etappenziel erreicht! Der vor über zwei Jahren etablierte neue Bereich Leben, Wohnen und Pflege im Alter gewinnt mit der Anerkennung deutlich an Profil und Gewicht. Die damals getroffene Entscheidung, neben dem traditionellen Beratungsangebot zum Grundstück einen Service rund um Pflege und Behinderung anzubieten, erweist sich einmal mehr als notwendig und richtig. Denn: Eine große Zahl von Mitgliedern halten „ihrem“ VDGN seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten die Treue, haben Vertrauen in die Seriosität und die Leistungen des Verbandes. Sie tatkräftig auch bei den Problemen zu unterstützen, die das Altern mit sich bringt – das lag nahe. Diese Aufgabe nimmt der VDGN sehr ernst, investiert Kraft, Leidenschaft und Ideen.

Das vor zwei Jahren eingerichtete Pflegetelefon des VDGN steht schon jetzt kaum noch still: Unter 514 888 130 melden sich immer mehr pflegebedürftige Mitglieder bzw. ihre Angehörigen, die Beratung rund um Pflege und Behinderung brauchen, Hilfe bei Anträgen oder auch ganz praktische Unterstützung im Alltag. Für letzteres wurde mit der Anerkennung des Senats jetzt der Weg geebnet. Dafür konnte der VDGN eine Reihe von ehrenamtlichen Mitarbeitern gewinnen. Sie werden in den kommenden Wochen intensiv geschult und auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe bei der Entlastung pflegebedürftiger Menschen vorbereitet.

Damit soll der ohnehin beschwerliche Alltag Betroffener erleichtert und auch manche Last von den Angehörigen genommen werden. Die Fachleute umschreiben das mit dem Begriff „niedrigschwellige Angebote“ (s. Kasten unten). Wenn sie von anerkannten Anbietern wie dem VDGN erbracht werden, unterstützen die Pflegekassen diese Angebote finanziell.

Wichtig für Mitglieder außerhalb Berlins: Der VDGN bietet seinen neuen Service für Pflegebedürftige erst einmal in Berlin an! Hier sollen Erfahrungen gesammelt werden, um den Service zu einem späteren Zeitpunkt auch auf weitere Regionen auszudehnen.

Was im Gesetz steht

Niedrigschwellige Angebote – für wen, unter welcher Voraussetzung?

Für die Entlastung von Pflegepersonen sieht das Sozialgesetzbuch (SGB XI) in Paragraph 45 folgendes vor: „Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags…” Unter niedrigschwellige Maßnahmen fallen unter anderem auch die

• 1. hauswirtschaftlichen Hilfestellungen, z. B. Wäschepflege, Reinigungsarbeiten, Unterstützung beim Kochen und Backen;

• 2. Anregungen bzw. Unterstützung bei sozialen Kontakten, z. B. die Unterhaltung fördern, Planen von Aktivitäten, gemeinsam Musik hören, vorlesen;

• 3. Unterstützung in haushaltsnahen Bereichen, z. B. Spazieren gehen, Blumen gießen, Tierversorgung;

• 4. Mobilitätshilfe, z. B. Apothekengänge, Einkäufe, Begleitung bei Ausflügen und zu Veranstaltungen.

Eine Barauszahlung des o. g. Entlastungsbetrages an die Pflegebedürftigen ist nicht möglich. Solche Leistungen dürfen nur von einer durch das jeweilige Bundesland anerkannten Institution durchgeführt werden.

In Berlin gehört der VDGN zu den anerkannten Anbietern.

Ute Brach

 

 

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