Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Genesung besser unterstützen

Neue Regeln für Krankenhäuser, wenn Patienten entlassen werden

Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist oft noch lange nicht gesund. Der Patient benötigt meist weitere medizinische Versorgung und andere Hilfen. Schon im Krankenhaus müssen dafür die Weichen gestellt werden. Hierzu gibt es gesetzliche Regelungen, in der Fachsprache Entlassungsmanagement genannt. Sie wurden im Oktober ergänzt: Das Krankenhaus muß jetzt umfassender dafür Sorge tragen, daß der entlassene Patient in den ersten Tagen gut versorgt ist, auch wenn er nicht sofort seine Arztpraxis aufsuchen kann. Folgende Punkte sind neu:

• 1. Patientendaten / Entlassungsbriefe müssen bei Entlassung ausgehändigt werden.

• 2. Ein Entlassungsplan muß erstellt sein, d. h. es wird genau beschrieben, wie, wo und was nach der Entlassung folgt, um die Anschlußversorgung sicherzustellen.

• 3. Es müssen die weiterbehandelnden Ärzte bzw. die weiterversorgenden Einrichtungen rechtzeitig informiert werden. Dazu wird das schriftliche Einverständnis des Betroffenen eingeholt.

• 4. Im Zuge der Nr. 2 kann das Krankenhaus nun für sieben Tage nach Entlassung Verordnungen von Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln, von häuslicher Krankenpflege oder Soziotherapie ausstellen. (Selbst Hilfsmittel für den dauerhaften Gebrauch, z. B. ein Pflegebett, können verordnet werden.)

5. Für die Zeitspanne von sieben Tagen nach Entlassung kann die Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden.                         

Ute Brach

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