Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Gestärkt ins neue Jahr

Von Eckhart Beleites, Vizepräsident des VDGN

Wenn wir auf das Jahr 2016 zurückblicken, fällt eines auf: der schwindende Zuspruch für die etablierten Parteien in Deutschland. Das hat sich insbesondere bei den Wahlen zu den Landesparlamenten in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt manifestiert. Die Gründe dafür zu erkennen, ist nicht schwer. Sie liegen in einem bei den politisch Verantwortlichen üblichen Reden und Handeln, das an den realen Problemen der Menschen vorbeigeht. Ein Beispiel nur: Vielen Menschen in Deutschland droht Armut im Alter, seitdem die SPD-Grünen-Regierung unter Gerhard Schröder absichtlich das Rentenniveau gesenkt und den Niedriglohnsektor massiv gefördert hat. Doch alle Bundesregierungen seither verharmlosen die kommende Not oder täuschen die Wähler mit Symbolmaßnahmen, wie es gerade Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mit einer vorgeblichen Sicherung des Rentenniveaus praktiziert.

Der VDGN allerdings kann über schwindenden Zuspruch nicht klagen. Im Gegenteil. Unser Verband geht mit einer gewachsenen Zahl von Mitgliedern in das neue Jahr. So war es auch schon in den Jahren zuvor. Wer uns kennt, wundert sich darüber nicht. Denn seit seiner Gründung im Jahr 1994 ist der VDGN dafür bekannt, sich hartnäckig und kämpferisch mit den Problemen auseinanderzusetzen, die den Grundstücksnutzern auf den Nägeln brennen. Die Liste der Themen und Schauplätze dieser Kämpfe ist lang, reicht von der Sicherung des Datschen- und Garageneigentums und der sogenannten Modrow-Grundstücke bis zur Abschaffung des Straßenausbaubeitragsgesetzes in Berlin.

Wichtig war dabei immer, neue Herausforderungen zu erkennen und auf diese zu reagieren. In jüngster Zeit sind es insbesondere die Fragen eines lebenswerten Lebens im höheren Alter, die bei uns neue Aktivitäten ausgelöst haben. Glücklicherweise ist es ja so, daß immer mehr Menschen ein höheres Lebensalter erreichen. Damit nimmt aber auch die Zahl unserer Mitglieder zu, die Angebote der Pflege brauchen. Wie läßt sich das realisieren, ohne das Eigentum an Haus und Grundstück zu gefährden? Und wie kann es gelingen, daß immer mehr Menschen den Herbst des Lebens in einem Zuhause verbringen, das dafür baulich und hinsichtlich der Ausstattung mit modernen Unterstützungssystemen geeignet ist? Der VDGN hat dazu bereits ein umfangreiches Beratungsangebot entwickelt, knüpft weiter an einem Firmennetzwerk für die spezifischen Herausforderungen des Lebens und Wohnens im Alter und mischt sich natürlich in die politische Auseinandersetzung um die Rahmenbedingungen ein.

Das trifft den Nerv vieler Menschen ebenso wie das unablässige Bemühen des Verbandes, die Grundstücksnutzer von ebenso ungerechten wie ungerechtfertigten kommunalen Abgaben zu entlasten. Besonderen Zuspruch fanden jüngst insbesondere die Anstrengungen, den „Altanschließern“ in Brandenburg und anderen Ländern des Ostens zu ihrem Recht zu verhelfen, das vielen trotz einer für sie positiven Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts verwehrt wird. Zu einer VDGN-Veranstaltung im märkischen Wildau allein kamen rund 1.300 Interessenten, von denen nun auch einige unsere Reihen als Mitglieder stärken.

Wenn der VDGN also erneut gestärkt in ein neues Jahr geht, dann nicht um sich auf dem Erfolg auszuruhen. Wir werden die gewachsenen Kräfte nutzen. Versprochen!

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