Verband Deutscher Grundstücksnutzer

VDGN sucht Ehrenamtler

Wer hat Zeit und Freude daran, pflegebedürftigen Menschen ein wenig Gesellschaft zu leisten?

Regelmäßig donnerstags finden im VDGN-Beratungszentrum Berlin-Köpenick Beratungen der Fachgruppe Pflege statt. Die Nachfrage ist groß. So unterstützten wir bereits erfolgreich zahlreiche Mitglieder bei der Beantragung einer Pflegestufe oder eines Behinderungsgrades. Anderen halfen wir beim Abfassen des Widerspruchs gegen einen zunächst ablehnenden Bescheid, woraufhin Versorgungsämter und Pflegekassen doch noch positiv entschieden haben. Über diese Erfolge freuen wir uns, doch sie sind uns nicht genug! Zufrieden sind wir erst, wenn wir alles getan haben, um den betroffenen Mitgliedern trotz hohen Alters, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung ein bestmögliches Leben im eigenen Haus zu ermöglichen.

Eine Pflegestufe oder ein festgestellter Behinderungsgrad können dabei helfen, doch diese Formen der staatlichen Unterstützung allein sind oft nicht ausreichend. So hören wir immer wieder, gerade auch von alleinstehenden Pflegebedürftigen, daß sie sich von den professionellen Pflegekräften an sich gut versorgt fühlen und es keinen Grund zur Beschwerde gibt. Was jedoch häufig fehlt, wozu keine Zeit bleibt, ist der zwischen-menschliche Kontakt. Keine Zeit für ein echtes Gespräch, geschweige denn für andere gemeinsame Unternehmungen. Viele Umfragen unter älteren oder pflegebedürftigen Personen, gleichgültig ob sie sich zu Hause oder im Heim befinden, bestätigen unsere Wahrnehmung.

Dies ist nicht besonders verwunderlich. Auch wenn man es bedauern mag, ist die Pflege doch zuallererst ein Geschäft, das sich nur dann lohnt, wenn möglichst viele Betroffene in möglichst kurzer Zeit betreut werden.

Der VDGN vertritt deshalb die Auffassung: Wenn der Staat nicht helfen kann, dann müssen sich die Bürger selbst helfen! Doch auch dies bedarf oft einer gewissen Organisation, die wir für unsere Mitglieder gern bereitstellen möchten. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Wir suchen Freiwillige, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und eine innere Befriedigung darin finden, die Lebensqualität anderer auf einfache, aber wirkungsvolle Art und Weise zu verbessern. Dies kann zum Beispiel durch regelmäßige Besuche geschehen, bei denen mit den Mitgliedern einfach nur gesprochen wird, sei es über aktuelle Ereignisse, sei es über das Leben an sich, denn der Austausch von Gedanken und Erfahrungen ist für das Wohlbefinden fast aller Menschen von großer Bedeutung. Andere würden sich darüber freuen, wenn Ihnen mitunter etwas vorgelesen wird, da sie selbst alters- oder gesundheitsbedingt nicht mehr zum Lesen in der Lage sind. Gerade für Menschen, die Zeit Ihres Lebens echte „Leseratten“ waren, ist dies oft ein herber Schlag. Wiederum andere kommen allein eigentlich nicht mehr aus dem Haus und es würde ihnen viel bedeuten, wenn sie für ein paar Stunden in der Woche jemand zu Spaziergängen in ihrem Wohnviertel, in den nächsten Park oder ins nächste Einkaufszentrum begleiten könnte.

Auch gemeinsames Kochen oder Backen zu Hause kann große Freude bereiten. Der Phantasie für gemeinsame Unternehmungen sind kaum Grenzen gesetzt und bereits einfache und alltägliche Handlungen, die für viele von uns selbstverständlich sind, würden für andere das Leben wieder deutlich lebenswerter machen. Einsamkeit schlägt sowohl auf die Psyche als auch auf das körperliche Wohlbefinden, und niemand sollte seinen Lebensabend nur allein vor dem Fernseher verbringen.

Helfen kann so einfach sein und es hat nicht nur positive Auswirkungen auf denjenigen, dem geholfen wird, sondern auch auf den Helfenden.  

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