Verband Deutscher Grundstücksnutzer

VDGN-Initiative zum Wohnen in Wochenendhäusern und Lauben

Vorschlag für gesetzliche Änderungen, die den Wohnungsmarkt entlasten

Zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes in vielen Regionen Deutschlands ist der VDGN mit einer Initiative hervorgetreten, die in vielen Fällen das Wohnen in Wochenendhäusern oder Kleingartenlauben ermöglichen soll. „Unser Ziel ist es, Druck aus dem Wohnungsmarkt zu nehmen. Das kommt sowohl Menschen zugute, die derzeit durch steigende Mieten aus ihren Wohnungen verdrängt werden, als auch den Flüchtlingen, die Wohnraum benötigen. Der Hintergrund besteht in folgendem: Es gibt in Deutschland zahlreiche Wochenendhäuser und Kleingartenlauben, die durchaus zum Wohnen geeignet sind, in denen aber wegen gesetzlicher Vorschriften nicht auf Dauer gewohnt werden darf. Das wollen wir ändern.“

Der VDGN schlägt zwei gesetzliche Veränderungen vor:

- Erstens: In die Baunutzungsverordnung sollen als neuer Gebietstyp „Besondere Wohn- und Erholungsgebiete“ aufgenommen werden, in denen eine gemischte Nutzung, aber eben auch das Wohnen in Wochenendhäusern zulässig ist. Bisher gibt es im Bauplanungsrecht keinen Gebietstyp, der dieser Anforderung entspricht.

- Zweitens: Das Bundeskleingartengesetz soll so geändert werden, daß viele im Zweiten Weltkrieg und danach errichtete Wohnlauben in Kleingärten unbegrenzt weiter genutzt werden können. Derzeit erlischt das Recht, in diesen Häusern wohnen zu dürfen mit dem Tod oder der Vertragsaufgabe des Altpächters. Der VDGN fordert, das Recht zum Wohnen den Nachpächtern der betreffenden Kleingartenparzelle, insbesondere den nahen Familienangehörigen des bisherigen Pächters zu gewähren. Damit wird auch vermieden, daß Ehegatten und Kinder des bisherigen Vertragsinhabers nach dessen Tod ihren angestammten Wohnsitz verlieren, so wie das in der Praxis nicht selten vorkommt.

VDGN-Präsident Peter Ohm: „Unsere Initiative hat nichts mit jenen inkompetenten Vorschlägen zu tun, Flüchtlinge in Lauben und Datschen unterzubringen, die bereits zu hören gewesen sind. Wer auf der Grundlage des von uns Vorgeschlagenen in seinem Wochenendhaus oder Kleingartenlaube wohnen darf, erhält lediglich das Recht, sein bereits bestehendes und zum Wohnen geeignetes Eigentum auch zum Wohnen zu nutzen. Diese Menschen müssen sich keine anderweitige Wohnung suchen oder können eine bisher genutzte Wohnung freiziehen. Gerade in Ballungsgebieten wie in und um Berlin wird das zu einer nicht zu vernachlässigenden Entlastung des Wohnungsmarktes führen.“

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