Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Gegen eine dritte BER-Startbahn

Initiative benötigt 80.000 Unterschriften für ein erfolgreiches Volksbegehren

Wann der neue Hauptstadtflughafen eröffnet wird, steht noch immer nicht fest. Betroffene Anwohner und Umweltinitiativen fürchten jedoch schon jetzt, daß er um eine dritte Start- und Landebahn erweitert wird und wollen dies mit einem Volksbegehren verhindern. Ein entsprechender Verzicht soll ebenso wie eine Beschränkung auf 360.000 Flugbewegungen pro Jahr verbindlich im Landesentwicklungsplan festgeschrieben werden. Dafür muß die Initiative „Stimme gegen den Fluglärm“ bis zum 18. Februar 2016 mindestens 80.000 Unterschriften von Brandenburger Bürgern ab 16 Jahren sammeln. Sie können in ihren zuständigen Bürgerämtern für das Volksbegehren unterschreiben oder auch die Möglichkeit der Briefwahl nutzen und dafür ihre Unterlagen anfordern.

Carl Ahlgrimm, Bürgermeister von Großbeeren und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Umlandgemeinden Flughafen Schönefeld, will die dritte Startbahn verhindern, weil dadurch die gesamte Region stärker belastet würde. „Mehr Gemeinden werden dann überflogen und gleichzeitig schafft man die Basis für eine Verdoppelung der Flugbewegungen.“

Im Umfeld anderer Großflughäfen stieg die Zahl der Erkrankungen durch Fluglärm. Die Abgase der tieffliegenden Maschinen seien für Menschen und Umwelt gleichermaßen schädlich. „Welche Wirkung das Fliegen auf unser Klima hat, ist bekannt. Ich finde es absurd, daß weitere Steuergelder ausgerechnet in den Ausbau der Infrastruktur für den Flugverkehr fließen sollen“, so Ahlgrimm.

Laut Stefanie Waldvogel, eine der Initiatoren des Volksbegehrens, dürfe die Politik nicht erneut Möglichkeiten verschenken: „Die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund sind Eigentümer der Betreibergesellschaft. Mit einem kleineren Flughafen ließe sich eine Verkehrspolitik umsetzen, die nachhaltig und klimafreundlich ist. Der Bedarf der Berliner und Brandenburger wäre auch mit der geforderten Begrenzung gedeckt.“

Auf der Seite des Volksbegehrens stimme-gegen-fluglärm.de, über Facebook oder den QR-Code auf Plakaten können die Briefwahlunterlagen direkt beantragt werden.

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