Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Nicht ins Heim abschieben“

Planer wollen Siedlung für Ältere schaffen, suchen Grundstück und Mitstreiter

Viel von der Welt hat Erik Taanman schon gesehen. In Indien baute er mit anderen einen Maharadscha-Palast zu einem SOS-Kinderdorf um. In Spanien half er mit, alte Bauernhöfe auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Ende der achtziger Jahre zog es den studierten Architekten und Künstler nach Berlin. Die gewaltigen politischen Umbrüche hatten in den Folgejahren eine beispiellose Bautätigkeit zur Folge. Und das wirkt anziehend auf Leute, die Herausforderungen suchen.

Bei Null angefangen
„Mit der Schippe in der Hand habe ich wieder bei Null angefangen und mich hochgearbeitet“, erinnert sich der gebürtige Niederländer. Er arbeitete auf vielen Großbaustellen der Hauptstadt als Bauleiter, darunter den Potsdamer Platz Arkaden oder beim Errichten neuer Krankenhäuser. Er setzte sich noch mal auf die Schulbank, wurde Technischer Betriebswirt und Baumeister.

Mittlerweile ist er mit seiner Frau Doris im brandenburgischen Brieselang seßhaft geworden. Beide machten sich dort im Jahr 2004 mit einem Büro für Projektleitung und Planung selbständig. Sie ist für Behörden, Finanzierung und das Kaufmännische zuständig, er für alle planerischen und technischen Fragen rund ums Bauen und Sanieren. „Je nachdem, was der Bauherr wünscht, reicht unser Leistungsspektrum von der Finanzierungsermittlung bis zum fertigen Haus. Wir stehen unseren Kunden in allen Sparten der Projektleitung und Baubetreuung zur Seite und legen großen Wert auf kostengünstiges, effizientes und nachhaltiges Bauen“, charakterisieren beide ihr Herangehen.

Holzhäuser zu errichten, ist eine ihrer Spezialitäten. „Wer einmal in einem Holzhaus wohnte, wird nie wieder einen Massivbau beziehen“, ist sich Doris Taanman-Piper sicher. Ob Holzrahmenbau mit vorgesetzter Fassade (Klinker, Putz oder anderes), Fachwerk in original regionaler Bauweise, massiver Blockbohlenbau oder Holzhäuser im amerikanisch-kanadischen Stil – das Projektbüro Taanman empfiehlt sich als Partner für solche Vorhaben (s. Fotos). Vom Baustoff sind sie restlos überzeugt: „Holz ist eine nachwachsende Ressource, hat eine antibakterielle Wirkung, ist atmungsaktiv und bildet ein sehr angenehmes Raumklima. Es sorgt für kurze Bauzeiten und optimale Wärmedämmung, eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Auch die hohe Festigkeit und das geringe Gewicht sprechen für sich. Eine Holzständerwand ist, bei gleichem Dämmwert, wesentlich schlanker als eine herkömmliche Massiv-wand. Bei einer Grundfläche von 130 Quadratmetern sind das zirka 8 Quadratmeter mehr Wohnfläche.“

Projekt Seniorensiedlung
Sie besuchen regelmäßig Seminare und Baumessen, beraten Hausbesitzer beispielsweise bei der Auswahl einer neuen Heizung. Ihr Fachwissen ist gefragt. Auch von der Mitgliedschaft im Unternehmenspool des VDGN versprechen sie sich Synergieeffekte. Dabei könnte ein Projekt, das ihnen besonders am Herzen liegt, weiter Gestalt annehmen. Doris Taanman-Piper erklärt: „Wir wollen eine Siedlung schaffen, die es ermöglicht, bis zum Lebensende in den eigenen vier Wänden zu wohnen und nicht in ein Altersheim abgeschoben zu werden. Ein Zuhause für ältere und etwas jüngere Menschen mit und ohne Behinderung. Die Häuser und Wohnungen sollen nach den Wünschen der zukünftigen Bewohner, barrierefrei und altersgerecht gebaut werden.“

Dafür suchen sie ein ruhig gelegenes Grundstück, dennoch gut angebunden an Nahverkehr und Straßennetz. Das Zentrum der Siedlung könnte ein Gemeinschaftshaus mit Einkaufsladen und Bistro sein, als Treffpunkt und Veranstaltungsort. Das Miteinander wird großgeschrieben. Auch an Arzt, Physiotherapie, Friseur und weitere Servicedienste ist gedacht (wer mehr dazu wissen möchte: Tel. 033232 / 23 94 94 oder per Mail: info@taanman.de).

Daß die Idee realistisch ist und ihr Projekt einmal wahr wird, vermitteln die gestandenen Planer im Gespräch mit viel Leidenschaft: „Was wir anpacken, das machen wir sorgfältig und professionell.“           

Kerstin Große

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