Verband Deutscher Grundstücksnutzer

30.08.2019

Reform des Wohnungseigentumsgesetzes: VDWE fordert weitere Korrekturen

Interessen der selbstnutzenden Eigentümer müssen noch stärker in den Fokus rücken

Der Verein Deutscher Wohnungseigentümer (VDWE) begrüßt, daß es der mit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes beauftragten Bund-Länder-Arbeitsgruppe sehr zügig gelungen ist, am 27. August 2019 einen umfangreichen Abschlussbericht vorzulegen.

Dazu erklärt VDWE-Vorsitzender Lothar Blaschke:  „Wir bewerten es als positiv, daß nicht nur vordergründig das Recht auf Elektromobilität, die Ladesteckdosen und die zukunftsweisenden Möglichkeiten der Digitalisierung  im Fokus stehen, sondern ebenso Grundsatzprobleme des völlig veralteten und überholten Wohnungseigentumsgesetzes erkannt und gelöst werden sollen. Ein erster Überblick zeigt, daß die Aufgabe des VDWE weiterhin darin bestehen wird, sich bei der geplanten Anpassung gesetzlicher Grundlagen uneingeschränkt für den einzelnen Wohnungseigentümer, und hier insbesondere für den Selbstnutzer, einzusetzen. Deren Interessen gilt es zu sichern und zu schützen.“ 

Mit dem Erwerb des Wohneigentums vom Bauträger sind den Eigentümern Rechte einzuräumen, die ihnen die Möglichkeit bieten, die Gemeinschaftsordnung, den Verwaltervertrag und andere im Namen der Gemeinschaft geschlossene Verträge gemeinsam auszugestalten. Viel stärker als bisher muß es den Eigentümern zukünftig möglich sein,  ihre Interessen  gegenüber einem Mehrheitseigentümer durchzusetzen.

Lothar Blaschke weiter: „Ein erster Blick in den Abschlussbericht zeigt uns, daß die Belange der selbstnutzenden Eigentümer nicht in ausreichenden Umfang berücksichtigt wurden, und Anpassungen erforderlich sind. Wir werden die Zeit nutzen, um vor der geplanten Vorlage des Gesetzesentwurfs zum Jahresende den Abschlußbericht kritisch zu hinterfragen und Korrekturen einzufordern.“


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