Verband Deutscher Grundstücksnutzer

23.03.2020

Die Entmachtung der Wohnungseigentümer darf nicht Kern der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes sein

Offener Brief der Verbraucherverbände Bauherren-Schutzbund (BSB), Verein Deutscher Wohnungseigentümer (VDWE), Verband Wohneigentümer (VWE) und Wohnen im Eigentum (WiE) an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht

Auf der Grundlage eines Referentenentwurfs ist für den kommenden Mittwoch die Verabschiedung des Entwurfs für ein neues Wohnungseigentumsgesetzes  durch das Bundeskabinett geplant. In einem Offenen Brief an die Justizministerin fordern vier Verbraucherverbände - darunter der VDGN-Mitgliedsverein VDWE - die Rechte der Wohnungseigentümer vorbehaltlos zu schützen, und nicht einem Systemwechsel zu opfern.Darin heißt es unter anderem: "Der nun vom BMJV vorgelegte Entwurf für ein Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEModG) entspricht nicht den Anforderungen, die aus Eigentümer- und Verbrauchersicht an eine Reform des Wohnungseigentumsgesetzes zu stellen sind. Der Entwurf sieht starke Eingriffe in die Eigentümerrechte und die Eigentumsgarantie vor. Eigentumswohnungen würden insgesamt gesehen zu einem „Eigentum zweiter Klasse“, was gesellschafts- und
wohnungspolitischen Zielen widerspricht. Wir Verbraucherverbände lehnen hier insbesondere den Systemwechsel bei der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums in Kombination mit der Stärkung der Verwalterstellung ab sowie die Stärkung der Stellung des Bauträgers oder Aufteilers bei der Entstehung von Wohnungseigentum."
Mehr dazu lesen Sie auf der Website des VDWE.