Verband Deutscher Grundstücksnutzer

19.11.2018

VBB-Tarifsystem muß auf den Prüfstand

Eigenheimbesitzerverein VMEG fordert abgestimmtes Konzept zur Bewältigung der Pendlerströme zwischen Berlin und Brandenburg / Delegiertenversammlung wählte Christian Gräff zum neuen Vorsitzenden

Angesichts rasant zunehmender Pendlerströme zwischen Berlin und Brandenburg fordert der Eigenheimbesitzerverein VMEG den Senat von Berlin und die Brandenburgische Landesregierung auf, auf der Grundlage einer gemeinsamen Gesamtstrategie die verkehrliche Anbindung der boomenden Umlandgemeinden deutlich zu verbessern. Insbesondere gilt es, die vorhandenen Verkehrsmittel besser zu verzahnen und die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu erhöhen. Dieser Beschluß ist von der Delegiertenkonferenz des VMEG am Sonnabend, dem 17. November, in Berlin verabschiedet worden.

Der VMEG vertritt als mitgliedstärkster Verein im Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) speziell die Interessen von Eigenheim- und Grundstücksbesitzern. „Immer mehr Menschen arbeiten in Berlin und schaffen sich Wohneigentum im Umland der Metropole. Andererseits haben viele Berliner eine Arbeitsstelle vor den Toren der Stadt gefunden. Für sie sind bedarfsgerechte und persönlich auch finanzierbare Mobilitätsangebote zu einer zentralen Alltagsfrage geworden“, betont Christian Gräff, der am Sonnabend zum neuen Vorsitzenden des VMEG-Vorstands gewählt wurde. Gräff ist 40 Jahre alt, stammt aus Berlin und ist von Beruf Kaufmann. Als 1. Stellvertreter wird ihm im VMEG künftig Peter Ohm zur Seite stehen.

Um den zunehmenden Pendlerströmen gerecht zu werden, ist es nach Ansicht des VMEG notwendig, das gesamte Tarifsystem des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) auf den Prüfstand zu stellen. Parallel dazu muß ein abgestimmtes Konzept zur Schaffung neuer zentraler Park & Ride-Plätze an der Berliner Stadtgrenze bzw. im Umland der Bundeshauptstadt entwickelt und umgesetzt werden. Durch entsprechende Finanzierung bzw. Ausschreibungsanforderungen ist zudem sicherzustellen, daß die ÖPNV-Anbieter quantitativ und qualitativ über einen ausreichenden Fahrzeugpark einschließlich notwendiger Reserven verfügen.

Gemeinsam mit seinem Dachverband VDGN wird der VMEG auf der Grundlage dieser Leitlinien im kommenden Jahr  ein umfassendes Mobilitätskonzept vorlegen.