Verband Deutscher Grundstücksnutzer

10.12.2018

Eingriff in die Privatsphäre

VDGN verurteilt Ausforschungsaktion gegen Kleingärtner in Hamburg

In Hamburg hat der Landesbund der Gartenfreunde eine Ausforschungsaktion in den Kleingärten der Hansestadt gestartet. Die Pächter der Kleingarten-Parzellen werden dabei aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen, mit dem „unzulässige abwassererzeugende Einbauten“ in den Gartenlauben ermittelt werden sollen. In diesem Zuge sollen die Kleingärtner die jeweiligen Vereinsvorstände ermächtigen, Kontrollen innerhalb der Lauben vorzunehmen.

Unter Hamburger Kleingärtnern hat die Ausforschungsaktion viel Zorn und Widerstand hervorgerufen, so beim Verein der „Schreberrebellen e.V.“, der in der Hansestadt für die Erhaltung des städtischen Grüns kämpft. Dazu erklärt der 1. Vizepräsident des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), Peter Ohm:

„Wir unterstützen die Schreberrebellen in ihrer Kritik am Landesbund der Gartenfreunde, der Hamburger Kleingärtner als potentielle Umweltsünder in ein schlechtes Licht stellt. Weder der Gegenstand noch die Methoden dieser Aktion sind akzeptabel. Es geht hier um die Privatsphäre von Menschen. Auch Gartenlauben unterliegen dem Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung. Und es ist entwürdigend, die Kleingärtner quasi zu nötigen, dieses Grundrecht selbst einzuschränken.

Mit der Ausforschungsaktion setzt der Hamburger Landesbund der Gartenfreunde eine Politik fort, die sich gegen die Kleingärtner richtet. Diese werden unter den Pauschalverdacht rechtswidrigen Handelns gestellt. Und das nützt nur den mächtigen Bestrebungen, noch mehr Kleingartenflächen in Hamburg in Bauland umzuwandeln.“

Text der  Hamburger „Schreberrebellen e.V.“ zu der Fragebogenaktion