Verband Deutscher Grundstücksnutzer

28.11.2019

Berlin-Brandenburg: VDGN fordert schnellstens mehr Plätze in den Zügen des RE1

Fahrgäste zwischen Brandenburg, Berlin und Frankfurt/Oder dürfen nicht länger auf das Jahr 2022 vertröstet werden

Laut aktuellen Meldungen sollen im häufig überfüllten Regionalexpress 1 (RE1) von Brandenburg an der Havel über Potsdam und Berlin nach Frankfurt/Oder erst ab 2022 zusätzliche Sitzplätze in längeren Zügen angeboten werden. Und selbst dafür sind längst nicht alle Haltepunkte gerüstet.  Der VDGN fordert den Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) deshalb auf, schnellstens die erforderlichen Bahnsteigverlängerungen auf den Weg zu bringen und bereits für die Zeit bis 2022 nach innovativen  Zwischenlösungen zu suchen.  

Dazu erklärt VDGN-Präsident Christian Gräff: „Es ist unverständlich, daß die Kostenkalkulation und die Finanzplanung für die Bahnsteigverlängerung nicht schon längst auf den Weg gebracht wurden. Andererseits  sind zumindest auf dem am stärksten belasteten Teilabschnitt des RE1 zwischen Brandenburg an der Havel, Potsdam und Berlin offensichtlich bereits alle Bahnsteige ausreichend lang, um auch längere Züge einzusetzen. Hier sollte man nicht bis 2022 warten, sondern nach innovativen Zwischenlösungen suchen, um kurzfristig mehr Platzkapazität in den Zügen des RE1 bereitzustellen.“

Zum Hintergrund: Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG), die den Zuschlag für den RE1 ab 2022 bekommen hat, läßt jetzt bei Siemens neue Züge vom Typ Desiro HC bauen. Die haben mindestens 600 Sitzplätze, sind aber knapp 20 Meter länger als die Bahnsteige an allen RE1-Haltestellen in Ostbrandenburg außer Fürstenwalde.

Eine schnellstmögliche Verlängerung der Bahnsteige hatte der VDGN deshalb bereits in seinem Anfang des Jahres vorgestellten Verkehrskonzept für Berlin und Brandenburg gefordert. Die Bauarbeiten muß der VBB bei der Deutschen-Bahn-Tochter Station & Service beauftragen. Das sei laut rbb 24 aber bisher nicht passiert. Falls es mit den längeren Bahnsteigen bis 2022 nicht klappt, habe die ODEG schon einen Plan B, heißt es. Dann sollen die Türen des Wagens, der nicht an den Bahnsteig paßt, geschlossen bleiben.

Ausgebaut werden müssten laut rbb 24 noch die Bahnsteige in Fangschleuse, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen, Jacobsdorf und Pillgramm und Frankfurt-Rosengarten.


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