Verband Deutscher Grundstücksnutzer

26.03.2020

Appell an Schweriner Landesregierung: Zugang zu Zweitwohnsitzen gestatten

VDGN: Auch Bürger anderer Bundesländer sollten ihre Datschen und selbsgenutzten Ferienwohnungen aufsuchen können

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) appelliert an die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, den Besitzern von Datschen, Ferienwohnungen und anderen Zweitwohnsitzen, die nicht in diesem Bundesland ihren Hauptwohnsitz haben, den Zugang zu ihren Grundstücken zu gestatten. Dieser ist ihnen im Zuge der Landesmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise verwehrt worden.

Dazu VDGN-Präsident Christian Gräff: „Es geht hier nicht um Tourismus, sondern um Menschen, die ihre Häuschen und Wohnungen selbst nutzen. Die meisten von ihnen stammen aus Großstädten wie Berlin. Viele von ihnen sind Senioren, die gerade in den Großstädten einem besonderen Risiko unterliegen. Dieses kann aus unserer Sicht mit dem zweitweiligen Umzug dieser Menschen in die Datschen und Ferienwohnungen erheblich gemildert werden.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hat sogar angekündigt, den Kleingärtnern entgegen den Bestimmungen des Bundeskleingartengesetzes das zweitweilige Wohnen auf ihren Parzellen zu erlauben. Denn das werde die Lage in Rostock entspannen. Diesen Vorstoß halten wir für sehr vernünftig. Ebenso sollte Schweriner Landesregierung den Bürgern aus anderen Bundesländern erlauben, ihre Zweitwohnsitze in Mecklenburg-Vorpommern aufzusuchen und zu bewohnen, selbstverständlich unter Einhaltung aller erlassener Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. Wir halten in dieser Situation übergreifendes Handeln für nötig, statt ein Denken in den Kategorien von Kleinstaaterei.

Das gilt auch für die Verantwortlichen im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der am Mittwoch (25. März) eine Allgemeinverfügung beschlossen hat, die nun auch allen Bürgern den Zugang zu ihren Datschen und Zweitwohnsitzen verwehrt, die nicht ihren Erstwohnsitz in diesem Landkreis haben."