Verband Deutscher Grundstücksnutzer

01.02.2019

Verantwortliche Vorsorge nicht bestrafen!

Grundsteuer-Reform darf nicht zu höheren Belastungen für selbstgenutztes Wohneigentum führen. Gleitfaktor für den Osten nötig

Über die Reform der Grundsteuer beraten am heutigen Freitag erneut die Finanzminister von Bund und Ländern. Dazu erklärt Christian Gräff, Vorsitzender des Vereins der Eigenheim- und Grundstücksbesitzer in Deutschland als größter Verein im Dachverband VDGN:

„Ein neues Modell der Grundsteuer der Grundsteuer darf nicht so aussehen, daß es höhere Belastungen für das selbstgenutzte Wohneigentum bringt. Eigenheime und Eigentumswohnungen sind nicht zuletzt Teil einer sehr verantwortlichen Vorsorge, die Menschen für das Alter getroffen haben und weiter treffen. Sie dafür zu bestrafen, ist widersinnig und politisch falsch.

Wenn jetzt das System unterschiedlicher Einheitswerte in West und Ost abgeschafft wird, müssen auch Vorkehrungen getroffen werden, die Eigentümer selbstgenutzter Wohngrundstücke im Osten zu schützen. Im Osten und Westen Deutschlands herrschen auch fast drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung keine gleichwertigen Lebensverhältnisse, wie sie das Grundgesetz fordert. Löhne und Renten im Osten haben das Niveau des Westens längst nicht erreicht. In den privaten Vermögensverhältnissen bestehen nach wie vor große Unterschiede. Deshalb muß es für die Bundesländer im Osten und den Ostteil Berlins mindestens für die nächsten 15 Jahre einen Gleitfaktor geben, der sich daran orientiert, wie weit sich Lohn- und Rentenentwicklung und die Vermögensverhältnisse im Osten dem Niveau des Westens angeglichen haben.“