Verband Deutscher Grundstücksnutzer

20.08.2019

VDGN warnt Bundesländer vor Erhöhung der Grundsteuer

Hinterherhinkende Einkommens- und Vermögensverhältnisse im Osten müssen berücksichtigt werden

Jede zehnte Gemeinde in Deutschland hat im vergangenen Jahr ihre Grundsteuer angehoben. Das geht aus einer heute veröffentlichten Analyse der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) über die kommunalen Steuersätze hervor. Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) hat heute die Bundesländer davor gewarnt, diese Studie zum Anlass zu nehmen, die Grundsteuer flächendeckend und unabhängig von den unterschiedlichen regionalen Einkommensverhältnissen zu erhöhen. 

VDGN-Präsident Christian Gräff erklärt dazu: „Bei der anstehenden Reform der Grundsteuer müssen die Bundesländer ihrer Verantwortung gerecht werden, indem die Wohnkosten nicht verteuert werden. Insbesondere die östlichen Bundesländer stehen vor der Aufgabe, die vorgesehene Öffnungsklausel dafür zu nutzen. Ansonsten tritt die prognostizierte Erhöhung der Grundsteuer um ca. 70 Prozent im Osten ein. Angesichts der weiter hinterherhinkenden Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse im Osten darf es keine ungerechte Besteuerung von Häusern und Grundstücken geben, durch die diese Ungleichheit verfestigt wird. Dies würde zu weiteren sozialen und politischen Verwerfungen in den östlichen Bundesländern führen.“