Verband Deutscher Grundstücksnutzer

26.08.2019

VDGN für technologieoffene Abwrackprämie bei Heizungstausch

Bürokratischer Aufwand für modernisierungswillige Eigenheimbesitzer muss verringert werden

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) begrüßt die Pläne zur Einführung einer Abwrackprämie für alte Heizungen im Sinne des Klimaschutzes. Sie sollte nicht nur für Öl-, sondern auch für Gasheizungen beantragt werden können. "Viele Eigenheimbesitzer, die beim VDGN Rat suchen, haben den Wunsch, ihre Heizung zu modernisieren, schrecken jedoch vor den Kosten und den derzeit komplizierten Förderinstrumenten zurück", so Christian Gräff. Weiter erklärt der Präsident des VDGN: "Der VDGN fordert deshalb eine einfach ausgestaltete Abwrackprämie ohne hohen Bürokratieaufwand, etwa durch einfaches Einreichen der Handwerkerrechnung."

In den Eigenheimen sind noch viele alte, störungsanfällige und ineffiziente Kessel im Einsatz. Dabei handelt es sich oft um mehr als 20 Jahre alte Geräte, die noch im dauerhaften Betrieb laufen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der modernisierungsbedürftigen Gas- und Ölheizungen in Deutschland nach Einschätzung des Instituts für Wärme und Öeltechnik (IWO) auf fast zwölf Millionen.

Generell sind Öl- und Gasheizungen für Eigenheime jedoch besonders im ländlichen Raum derzeit technisch und finanziell oft noch alternativlos. Das gilt auch für Regionen, in denen ein hoher Grundwasserstand den Einsatz von Erdwärmepumpen ausschließt.

Mit modernen Brennwertanlagen auf der Basis von Öl und Gas können jedoch schon bis zu 30 Prozent des Verbrauchs eingespart und der Kohlendioxis-Ausstoß entsprechend verringert werden. Darüber hinaus gibt es die Option, diese Anlagen als Hybridsystem zum Beispiel mit Photovoltaik oder Solarthermie zu kombinieren. Die Abwrackprämie sollte deshalb technologieoffen gestaltet werden. Zählen darf einzig nur das Ergebnis eines wesentlich verringerten Brennstoffverbrauchs. Über die individuell beste Lösung auf dem Weg dahin muss der Hauseigentümer selbst entscheiden können.