Verband Deutscher Grundstücksnutzer

13.06.2019

VDGN fordert Ein-Euro-Ticket für den ÖPNV

10-Punkte-Programms des VDGN: „Mobilität für alle – schnell, sicher und zuverlässig unterwegs in Berlin und Brandenburg“

Im 25. Jahr seines Bestehens stellt sich der VDGN neuen Herausforderungen bei der Interessenvertretung seiner Mitglieder.

„Besonders die Mobilität ist zu einem zentralen Problem für Grundstücksnutzer und Wohnungseigentümer geworden. Sie sind betroffen von unzureichenden ÖPNV-Angeboten, schlechter Verknüpfung der Verkehrsträger und verstopften Straßen direkt vor ihrer Haustür. Pendlerchaos und weiße Flecken in der Verkehrsinfrastruktur außerhalb der Zentren bedrohen die Lebensplanung vieler Eigenheimer und Wohneigentümer“, erklärte VDGN-Präsidiumsmitglied Christian Gräff  bei einem Pressegespräch.

In der VDGN-Arbeitsgruppe für Verkehr und Mobilität haben Fachleute aus verschiedenen Bereichen deshalb die Probleme und Lösungsvorschläge unserer Mitglieder zusammengefaßt, analysiert und mit vorliegenden Konzepten abgeglichen. Im Ergebnis wurde das 10-Punkte-Programm des VDGN für mehr Mobilität in Berlin und Brandenburg entwickelt. Seine Besonderheit: Bisherige Konzepte wurden meist in Führungsetagen erarbeitet, um sie dann den Bürgern vorzulegen. Dieses 10-Punkte-Programm kommt von den Betroffenen. 

Die Einführung eines Ein-Euro-ÖPNV-Tickets für den VBB-Bereich steht an der Spitze des Programms, ist jedoch untrennbar verknüpft mit einem ganzen Komplex von Maßnahmen. Dabei geht es um den Ausbau des Schienennetzes ebenso wie um Mobilitätszentren auf dem Land, umweltfreundliche Mobilität und wohnortbezogene Verkehrskonzepte.

Dazu Christian Gräff, der sich auf dem Verbandstag am 14. Juni zur Wahl als neuer VDGN-Präsident stellt: „Das Mobilitätsprogramm zeigt Lösungen auch für andere Regionen im Bundesgebiet auf und macht deutlich, daß vor allem im Umland der großen Städte enormer Nachholbedarf besteht. Die Verkehrspolitik ist zu stark auf die Zentren fokussiert, Bewohner der Peripherie fühlen sich zu Recht abgehängt. Um das zu ändern, sind außergewöhnliche und mutige Schritte notwendig.“

» Zur VDGN-Broschüre "Mobilität für alle"