Verband Deutscher Grundstücksnutzer

21.11.2019

Protest gegen Verkehrschaos erreicht Rotes Rathaus

Mächtiges Signal auf VDGN-Demonstration: Mehr als 500 Teilnehmer an Straßenblockade im Berliner Osten

Der Frust bei den Betroffenen sitzt tief. Der Stadtrand Ost wird von der Berliner Verkehrspolitik regelrecht abgehängt und eine Besserung ist nicht in Sicht. Mehr als 500 Eigenheimbesitzer, Grundstücksnutzer und Mieter sind deshalb am  Mittwoch (20. November 2019) einem Aufruf des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) gefolgt und haben gegen 17.30 Uhr die Kreuzung B1/B5 am Blumberger Damm in Marzahn-Hellersdorf besetzt, um ein mächtiges Signal an den Berliner Senat zu senden: Ein „Weiter so“ darf es nicht geben. Wichtige S-Bahnstrecken sind wochenlang außer Betrieb. Auch die Busse stehen hoffnungslos im Stau, und wichtige Verkehrsprojekte wie die Tangentiale Verbindung Ost (TVO), die Ost-West-Umfahrung Köpenick, die Ortsumfahrung Ahrensfelde und der Ausbau der L 33 werden verschleppt.

VDGN-Präsident Christian Gräff erklärte während der Protestveranstaltung: „Wir fordern eine bessere U- und S-Bahnanbindung für den Stadtrand Ost, einen Ausbau des Busnetzes und den umgehenden Beginn des Planfeststellungsverfahrens für die TVO. Die Siedlungsgebiete in Biesdorf, Friedrichshagen, Karlshorst, Kaulsdorf, Mahlsdorf, Müggelheim und Rahnsdorf haben eine Entlastung vom unerträglichen Durchgangsverkehr zum Südosten der Stadt und zum Umland bitter nötig. Stattdessen müssen sie einen vollständigen Verkehrskollaps fürchten, sollte der BER tatsächlich 2020 in Betrieb gehen.

Wichtig ist, daß die Verkehrsträger nicht weiter gegeneinander ausgespielt, sondern optimal verknüpft werden. Entsprechende Vorschläge des VDGN liegen in Form eines Zehn-Punkte-Programms auf dem Tisch. Notwendig sind Mobilitätszentren an der Peripherie der Großstadt ebenso wie intelligente Lösungen für den Straßenverkehr und den sogenannten letzten Kilometer bis zur nächsten Station des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Menschen erwarten jetzt Antworten seitens der Politik, konkrete Taten und keine Ausflüchte mehr.“

Ihre konkreten Forderungen an Politik und Verwaltung brachten die Demonstranten in einer Protestresolution auf den Punkt.

Fotos: Frank Hufnagel, Hagen Ludwig