Verband Deutscher Grundstücksnutzer

04.02.2021

Kleingartenentwicklungsplan des Senats unzureichend

VDGN fordert im Umweltausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses Mindestgröße für Kleingärten von 300 m²

Jochen Brückmann auf der Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus Foto: VDGN

VDGN-Präsident Jochen Brückmann erklärt anläßlich der Anhörung des Umweltausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses am Donnerstag (4. Februarer 2021): „Der aktuelle Kleingartenentwicklungsplan wird seinem Namen nicht gerecht. Statt ausreichend Flächen auszuweisen, sieht der Plan des Berliner Senats eine Verkleinerung bestehender Parzellen auf 250 m² vor.

Ich appelliere daher an die Abgeordneten aller Fraktionen, dafür zu sorgen, eine Mindestkleingartengröße von 300 m² im aktuellen Kleingartenentwicklungsplan zu verankern. Es kann nicht sein, daß die Lösung der Flächenprobleme in der Verkleinerung bestehender Parzellen bestehen soll. Mit diesem Kunstgriff soll die Verkleinerung der Gesamtfläche der Kleingärten in Berlin verschleiert werden. Sowohl der Nutzen der Gärten für das Stadtklima und der Schutz der Böden als auch die Erholungswirkung für die Kleingärtner bleiben so auf der Strecke.

Neben dem Schutz möglichst vieler Anlagen durch Bebauungspläne muß die Bereitstellung weiterer Kleingartenflächen absolute Priorität haben. Eine solche Perspektive bietet der aktuelle Kleingartenentwicklungsplan ausdrücklich nicht – daher kann von einem Entwicklungsplan eigentlich keine Rede sein. Es ist auch in Berlin möglich, geeignete Flächen für kleingärtnerische Nutzung zu finden.“