Verband Deutscher Grundstücksnutzer

09.07.2019

Ein-Euro-Ticket noch zu kurz gedacht

VDGN fordert neuen Tarif für den gesamten VBB-Tarifbereich

Zur Aussage der Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller (SPD), er verfolge das Ziel, in Berlin das Ein-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr in Berlin einzuführen, erklärt VDGN-Präsident Christian Gräff:

„Ich freue mich, daß auch der Regierende Bürgermeister jetzt diesen Vorschlag aufgreift. Bereits im Juni hat der VDGN sein Zehn-Punkte-Mobilitätsprogramm für Berlin-Brandenburg vorgestellt, in dessen Zentrum die Einführung des Ein-Euro-Tickets steht. Darin machen wir jedoch deutlich, daß die angestrebte Verkehrswende noch viel komplexer angegangen werden muß. So hat das Ein-Euro-Ticket nur Sinn, wenn es auf den gesamten Tarifbereich des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) ausgedehnt wird. Sonst bleibt es beim bisherigen Pendlerchaos.

Künftig muß es möglich sein, überall im VBB-Bereich für einen Euro von A nach B zu kommen. Funktionieren wird das Ticket auch nur im Rahmen eines umfassenden Maßnahmepakets. Wir brauchen dringend ein Beschleunigungsprogramm für den Ausbau der Schienennetze, Mobilitätszentren und innovative Lösungen auch im Umland von Berlin sowie mehr Qualität und Sicherheit beim ÖPNV. Und neue Wohngebiete dürfen nur noch dann genehmigt  werden, wenn vorher dafür ein integriertes Verkehrskonzept vorgelegt wird. In diesem Sinne freuen wir uns auf die weitere Diskussion.“