Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Fragen zu Pflege oder Behinderung?
VDGN-Fachgruppe hilft!

Experten nehmen sich Zeit für ein vertrauensvolles Gespräch zu ganz persönlichen Problemen

Am 9. Juli dieses Jahres war der erste Beratungstag der Fachgruppe Pflege für VDGN-Mitglieder mit Fragen zu Behinderung und Pflege. Mehrere Ratsuchende hatten sich schon Wochen vorher ihren persönlichen Termin gesichert und nahmen ihn wahr. Sie konnten darauf bauen, daß sich die Experten beim VDGN viel Zeit für ihr persönliches Problem nehmen, sie in ruhiger Atmosphäre anhören und mit ihnen gemeinsam Wege für eine gute Lösung suchen.

Wer durch Krankheit oder Unfall ein Handicap erleidet oder pflegebedürftig wird, ist ja längst nicht nur ein Fall für Mediziner. Zu schaffen macht Betroffenen ebenso der völlig veränderte Alltag. Was man früher mit eigener Kraft und nach eigenen Vorstellungen in Angriff nahm, ist nun oft nur mit der Hilfe von Angehörigen, Freunden oder auch professionellen Pflegekräften zu meistern. Haben Sie sich schon einmal probeweise in die Lage eines blinden oder gehbehinderten Menschen versetzt? Sich vorgestellt, welche Barrieren ihm zu schaffen machen könnten; was nun kaum noch oder nur mit fremder Hilfe zugänglich ist; was neu erlernt und worauf im Alltag verzichtet werden muß? Häufig kann der Beruf nicht mehr ausgeübt werden, fehlt die Anerkennung vom Chef, das lockere Gespräch mit Kollegen. Großeltern schmerzt es, wenn sie ihren Enkelkindern nur noch vom Rollstuhl aus beim Herumtoben zuschauen können. Mit der Frau geht es vielleicht nie mehr auf Bergtour. Und bei einem anstehenden Konzertbesuch fallen einem Gehandicapten zuerst die vielen Treppen zum Saal ein, welche Kraft es kostet, sie zu überwinden, bevor das Musikerlebnis möglich wird. Da wundert es nicht, daß neben körperlichen Schmerzen und Einschränkungen ganz oft auch die Psyche leidet.

Die lästigen Formulare ...
Und dann noch die Formalitäten! Wer so geschwächt ist, der empfindet sie oft als lästig bis bedrohlich – eine Zumutung.

Jedoch: Der größte Fehler wäre, diese Angelegenheiten nur halbherzig zu erledigen, damit sie vom Tisch sind. Wer beim Antrag auf einen Schwerbehindertengrad oder eine Pflegestufe Einschränkungen nicht klar benennt, wer beim Besuch eines Gutachters die eigene Hilflosigkeit aus verständlichen Gründen herunterspielt, der vergibt sich möglicherweise die Chance, eine ihm zustehende staatliche Zuwendung, sei sie finanzieller oder materieller Natur, zu erhalten. Sie sich im Nachhinein mit Widerspruchsschreiben, neuen Gutachten und bei Gericht zu erkämpfen, ist ungleich schwieriger, kostet viel Zeit und Kraft.

Nein, die Sache sollte Hand und Fuß haben – von Anfang an! Und dabei helfen wir Ihnen. Genau dafür wurde die neue Fachgruppe Pflege beim VDGN eingerichtet.

Sie hat für betroffene Mitglieder und ihre Angehörigen ein offenes Ohr, gibt die benö-tigte Unterstützung und ergänzt sinnvoll die zu Jahresbeginn eingeführte Rechtsschutzversicherung Pflegestufe/ Behinderungsgrad unseres Verbandes. Und: Die Beratung ist unabhängig von Krankenkasse, Pflegeversicherung und Versorgungsamt!

So kann schon vorbeugend darauf hingewirkt werden, daß ein Betroffener direkt und ohne Umwege die Hilfe bekommt, die ihm zusteht. Anders als bei den Ämtern erfahren Mitglieder hier, worauf sie schon beim Antragstellen achten müssen: Welche Bedeutung es hat, nicht nur medizinische Nachweise über Behinderung oder Pflegebedürftigkeit zu erbringen, sondern sehr genau und konkret darzulegen, mit welcher Wucht sie das eigene seelische Befinden geschwächt, eventuell zu Isolation und Einsamkeit geführt haben, und dazu, Dinge nicht mehr tun zu können, die früher einmal selbstverständlich waren.

Es ist Ihr gutes Recht, als VDGN-Mitglied den neuen Service zu nutzen. Kostenlos und wenn notwendig auch ein zweites oder drittes Mal. Ohne Warteschlange und ohne als Bittsteller wahrgenommen zu werden – anders als auf den Ämtern!

Was Sie dafür tun müssen, ist wenig: Vereinbaren Sie unter der Telefon-Nummer 030 / 514 888 134 einen Termin für ein Gespräch, es ist jeweils donnerstags zwischen 15 und 20 Uhr möglich.

Unsere Experten bei der Fachgruppe Pflege haben langjährige Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die von Unfall, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit betroffen sind. Sie können sich also darauf verlassen, daß Ihre persönlichen Fragen und Probleme diskret und ausführlich, verständlich und vertrauensvoll behandelt werden.

Eckhart Beleites, Kerstin Große

 

 

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