Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Bedürfnis nach mehr Sicherheit wächst

Einbruchszahlen auf Rekordniveau – neue Poolfirma verspricht besseren Schutz

Obwohl Dirk Hoffer schon mehr als zwanzig Jahre in Nordrhein-Westfalen lebte, zog es ihn zurück nach Berlin, in seine Heimatstadt.

Seit dem 1. April 2014 hat er nun am südöstlichen Stadtrand, in Bohnsdorf, sein neues Domizil – als Betriebsleiter für die Schirrmacher Einbruchschutz GmbH Co. KG. Das mittelständische Unternehmen mit der Zentrale im nordrhein-westfälischen Nüm- brecht versorgt Kunden in ganz Deutschland mit sicherheitstechnischen Lösungen rund ums Haus. Sein Begründer Volker Schirrmacher hat die seinerzeit neuartige mechanische Pilzkopf-Verriegelung PM 14/18 seit den neunziger Jahren bis heute weiterentwickelt und, so der Unternehmenschef, „mit dem Nachrüstbeschlag PM 14/18 seit 2011 ein eigenes, zertifiziertes und unsichtbares Nachrüst-Produkt in den Markt gebracht, das nachweislich besonders hohen Einbruchschutz auch gegen Brecheisen garantiert“. Erprobungen ergaben, daß Einbrecher mehr als 20 Minuten benötigen würden, um eine solche Sicherung zu überwinden. Erfahrungsgemäß geben sie schon nach wenigen Minuten auf, lauten einschlägige Erkenntnisse der Polizei.

Fenster in Sekundenschnelle offenZum Vergleich: Um ein ungesichertes Fenster oder eine Tür zu öffnen, bedarf es oftmals nur eines Schraubendrehers und nicht mehr als 10 bis 15 Sekunden Zeit.

„Unsere Beschläge können nachträglich an allen Fenstern und Terrassentüren aus Holz oder Kunststoff verbaut werden, die durchaus 30 Jahre und älter sein können“, erläutert Dirk Hoffer.

Vor vier Jahren hatte der heute 45jährige ein neues Betätigungsfeld gesucht und zunächst als Monteur bei Schirrmacher angefangen. Handwerkliches Geschick und ein einwandfreies Führungszeugnis, obligatorisch bei seriösen Sicherheitsunternehmen, waren denkbar gute Voraussetzungen für die neue berufliche Aufgabe.

Auch mit Kunden kann Dirk Hoffer sehr gut umgehen – was ihm heute als Betriebsleiter der neuen Schirrmacher-Filiale in Berlin-Bohnsdorf zugutekommt. Das erste Geschäftsjahr ist vorüber, und er zeigt sich zufrieden und optimistisch, denn das gesamte Servicepaket rund um den Einbruchschutz wird zunehmend angefragt und beauftragt.

Von dem einbruchhemmenden Pilzkopfbeschlag ist er hundertprozentig überzeugt. Der werde jährlich strengen Tests unterzogen durch anerkannte Prüfinstitute wie VdS (Verband der Sachversicherer GmbH) und das Institut für Fenster- und Türentechnik (IFT). Die Prüfingenieure testen an Ort und Stelle, bei den Kunden, die eingebaute Sicherheitstechnik: beispielsweise, ob sie in ausreichender Zahl und an der richtigen Position montiert wurde, ob sie reibungslos funktioniert. „Ist alles gemäß der vertraglichen Güteüberwachung erstellt und montiert, wird das bestehende Zertifikat wieder verlängert“, erklärt Geschäftsführer Volker Schirrmacher.

Sein Unternehmen, so betont Dirk Hoffer, setze bewußt jedes Jahr erneut Geld ein, nicht nur um diese aufwendigen Tests zu absolvieren, sondern auch alle Mitarbeiter hochwertig und regelmäßig für die Montage einbruchhemmender Produkte zu schulen. Ein Ausbildungsberuf ist dies bisher noch nicht. „Normale Tischlereien und Metallverarbeiter bieten mittlerweile auch Sicherheitstechnik an“, erläutert Volker Schirrmacher, der auch Öffentlich Bestellter und Vereidigter Sachverständiger in diesem Marktsegment ist, „doch wird dort häufig nicht tiefgehend genug geschult. Daher werden auch immer wieder „gesicherte“ Elemente aufgebrochen, zu 90 Prozent liegen dabei Montagefehler zugrunde.“

Analyse deckt Schwachstellen aufDie Kunden kommen hauptsächlich aus dem Privatbereich, sind überwiegend Hausbesitzer, die ihr Heim rechtzeitig sicherer machen wollen oder bereits Einbrüche erlebt haben. Und Kunden waren es auch, die Dirk Hoffer empfahlen, doch beim Unternehmenspool des VDGN mitzumachen. Seit kurzem ist das Unternehmen Mitglied. Neben Aufträgen erhofft sich der Fachmann auch Interesse an seinen Erfahrungen, die er gerne einem breiteren Publikum vorstellen möchte. „Die stetig steigenden Einbruchszahlen machen viele sensibler für das Thema Einbruchschutz. Und das ist auch angebracht“, so Dirk Hoffer. Wer sich für eine einbruchhemmende sicherheitstechnische Lösung interessiere, könne ihn jederzeit kostenfrei anfordern. Vor Ort überprüft er das Haus oder die Wohnung auf Schwachstellen und erstellt aufgrund dieser Analyse ein detailliertes Angebot – das ist grundsätzlich kostenfrei.

Mancher Interessent nimmt gern noch die unabhängige Beratung der Polizei in Anspruch, bevor er sich entscheidet. Denn Einbruchschutz ist Vertrauenssache, aufwendig und hat seinen Preis. Die Polizeilichen Beratungsstellen geben sogenannte Errichterlisten des Landeskriminalamtes aus, in die Fachfirmen aufgenommen werden – das Unternehmen Schirrmacher gehört dazu.

Kerstin Große

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