Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Blütenzeit entlang der Havel

Die Bundesgartenschau ist bis 11. Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet

Foto: Buga-Zweckverband

Erstmals seit Hannover 1951 präsentiert die Bundesgartenschau 2015 Havelregion seit dem 18. April bis 11. Oktober einen Landstrich länderübergreifend als Erlebnisraum. Unter dem Motto „Von Dom zu Dom – das blaue Band der Havel“ vereint der Fluß Havel gleich fünf Standorte vom Land Brandenburg bis nach Sachsen-Anhalt zur einer Gemeinschaftsschau. Auf fast 80 Kilometern erleben die Besucher duftende und blühende Ausstellungen, faszinierende Landschaftsbilder, spannende Attraktionen und mitreißende Veranstaltungen.

Die beiden Dome in Brandenburg an der Havel und in der Hansestadt Havelberg bilden den Anfangs- und Endpunkt für eine Reise durch einen Kultur- und Naturraum, der sich so schön wie nie präsentiert. Hier geben Gärtner, Landschaftsgestalter und Architekten den Beweis für ihre hohe Kunst. Und die gastfreundlichen Bewohner der Havelregion laden in ihre lebenswerte Heimat ein. Egal, ob als Tagesausflügler, als Radler auf Tour oder als Familie im Kanu-Urlaub – die BUGA 2015 bietet unvergeßliche Erlebnisse.

Die Untere Havelniederung ist derzeit Europas bedeutendstes Großprojekt zur Renaturierung eines Flußlaufes. Unter der Regie des NABU Deutschland bekommt der Elbe-Nebenfluß Schritt für Schritt einstmals abgetrennte Altarme, Auen, Inseln und selbst Sandstrände zurück. Vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten wird das zugutekommen. Anwohner wie BUGA-Gäste werden damit eine naturnahe Flußlandschaft genießen können.

Finden Sie den Ursprung in Brandenburg an der Havel – Havelarme, Inseln, Schleusen und Brücken prägen das Stadtbild. Nutzen Sie die Möglichkeiten, nach Wurzeln von Verantwortung, Bildung und Toleranz zu suchen. Rosen in Hülle & Fülle, neue und historische Staudensorten finden sich neben dem Marienberg. In der Johanniskirche sind Hallenschauen in Szene gesetzt. Auf dem Packhofgelände laden 30 Themengärten ein.

Holen Sie sich Impulse in Premnitz – es ist die Stadt der Energie. Hier kann man sich treiben oder im Energieparcours inspirieren lassen. Toben Sie sich mit Ihren Kindern in der Spielelandschaft aus. Am Ufer der Havel ist Kraft und Bewegung zu spüren. Die Blumenwelten liegen direkt am Wasser. Der Grünzug und die Uferpromenade zeigen Schattenstauden und üppige Gräser. Hier wächst die Energie nachwachsender Rohstoffe. Ein Erlebnispfad und eine Grüne Küche zeigen, wie wir sie nutzen können.

Erleben Sie Weitsicht in Rathenow – an der Wiege der Optik bieten sich neue Perspektiven. Spektakulär ist der Ausblick von der über 300 Meter langen Fußgängerbrücke über die Havel. Der Optikpark fasziniert mit farbenprächtigem Wechselflor, ungewöhnlichen Sichtachsen und optischen Phänomenen. Lassen Sie sich im Weinbergpark von Pflanzenneuzüchtungen inspirieren. Oder Sie erklimmen das Alpinum am Bismarckturm und genießen Rhododendren und die Pracht der Dahlien.

Spüren Sie Mut in Rhinow/Stölln – hier am Gollenberg hob Otto Lilienthal zu den ersten Flugversuchen ab. Der älteste Flugplatz der Welt atmet seinen Pioniergeist. Jahre später landete hier ein Passagierflugzeug

IL 62 spektakulär auf der Wiese. Stölln ist der Ort für Mutige, Vordenker und Abenteurer. Im Fliegerpark geben Wildrosen, blühender Wechselflor und ein Naturerlebnispfad den Rahmen für das legendäre Flugzeug. In einer Drachenwerkstatt können die jüngsten Flugpioniere ihre Entschlossenheit beweisen. Das Lilienthal-Centrum Stölln zeigt, wie es Otto Lilienthal anging.

Sammeln Sie Erkenntnisse in Havelberg – die über 1.000-jährige Domstadt Havelberg ist das westliche Tor der BUGA. Mit ihren Inseln, historischen Gassen und ihrer malerischen Lage bestätigt sie die Erkenntnis, dass schon die Altvorderen ein Gespür für großartige Plätze hatten. Nun ist der Schmuck der BUGA hinzugekommen. In der Stadtkirche werden laufend wechselnde Blumenschauen inszeniert. Der über der Havel liegende Dombezirk trägt mit Kletter- und Pfingstrosen, dem Klostergarten und der Ausstellung zur Grabgestaltung zur Erkenntnis bei, dass alle Lebenswege von Schönheit begleitet sind. Im Weingarten lässt sich darüber trefflich philosophieren.

Andreas Müller, Rainer Große

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