Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Eigentümer mehr fördern!

Diskussionsveranstaltung von VDGN, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und Energieagentur

Die energetische Gebäudesanierung bleibt ein Reizwort. Viele Fragen sind noch offen und müssen unbedingt weiter diskutiert werden. Das wurde auf einer gut besuchten gemeinsamen Informationsveranstaltung des VDGN mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der Berliner Energieagentur am 10. September 2015 in der Alten Börse Marzahn deutlich. Informationen aus erster Hand gab es auf der von Christian Gräff, Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung von Marzahn, moderierten Veranstaltung zu technischen Möglichkeiten, Kosten, Finanzierung und rechtlichen Rahmenbedingungen der Gebäudesanierung. So stellte Christine Heuer vom IBB Business Team der Investitionsbank Berlin das Förderprojekt ENEO (Energieberatung für Effizienz und Optimierung) vor und erläuterte Fördermöglichkeiten für Modernisierungsmaßnahmen. In der Diskussionsrunde wurde indes deutlich, daß viele Eigenheimbesitzer mit der Finanzierung einer energetischen Sanierung und den Vorgaben der neuen Energiesparverordnung nach wie vor oft überfordert sind.

VDGN-Präsident Peter Ohm verdeutlichte auf der Veranstaltung die kritische Einstellung des Verbandes zu den Vorgaben bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes. Das betreffe insbesondere die Ein-spareffekte, die mit einer Dämmung der Außenwände zu erzielen sind. Dämm-Maßnahmen haben, so Ohm, schon in vielen Fällen zu Schäden am Gebäudebestand geführt. Davor wolle der VDGN seine Mitglieder schützen. Die größten Einsparpotentiale sehe der VDGN im Einsatz effizienterer Heizungstechnik. Peter Ohm forderte die Bundesregierung auf, Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung gerade von Ein- und Zweifamilienhäusern finanziell viel stärker zu fördern als bisher. Denn bei vielen Eigentümern dieser Häuser handele es sich, wie auch die Veranstaltung gezeigt habe, um ältere Menschen, die zum Beispiel eine Umrüstung ihrer Heizung nicht allein finanzieren können und von den Banken wegen ihres Alters keine Kredite bekommen.

Auch Peter Rathert vom Bundesumweltministerium konnte in dieser Hinsicht noch kein Patentrezept liefern, sicherte jedoch zu, die Anregungen und Fragen bei der weiteren konzeptionellen Arbeit zu berücksichtigen. Erste Ergebnisse vor allem im Hinblick auf die Finanzierung kündigte er zum Ende dieses Jahres an.                        

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