Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Möbel nach Maß

Tischlerei proReno wird 25 Jahre alt

Peter Meißner in seiner Werkstatt

Peter Meißner liebt seinen Beruf. Das merkt der Besucher bald, wenn er ihn auf einem Gang durch die Tischler-Werkstatt seines Unternehmens proReno auf dem weitläufigen Gewerbestandort an der Vulkanstraße in Berlin-Lichtenberg begleiten darf. Der Tischlermeister erklärt, welche Aufträge gerade in Arbeit sind, führt die leichtgängigen Schubladen einer im Entstehen begriffenen Kommode vor. Er verweist auf die schier unendliche Materialvielfalt – von den beliebten und vielseitig verwendbaren Möbelspanplatten angefangen über Furnier- bis hin zum edlen, schweren Massivholz. Und ist stolz auf Maschinen, die er in den letzten Jahren anschaffen konnte. Sie repräsentieren nicht selten den Wert eines Kleinwagens, verrät er. Auch in die Lackierwerkstatt führt der Weg, die mit einem speziellen Zuluft-Abluft-System ausgestattet werden mußte. Doch diese Investition war wie alle anderen wohl durchdacht und macht sich bezahlt, versichert der 52jährige.

Die Tischlerei proReno®* feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Bereits seit 19 Jahren ist Peter Meißner in dem Unternehmen tätig. Zum Tischler wurde er einst bei der Ostberliner Salonbau GmbH – die Friseurgeschäfte ausstattete – ausgebildet; machte genau in der Wendezeit seinen Meister, was ein Jahr länger dauerte als geplant, da manche DDR-Qualifikation nicht anerkannt wurde und neu erworben werden mußte. Die ursprünglich in Berlin-Alt Biesdorf ansässige Tischlerei übernahm er vor 13 Jahren von ihrem Gründer Manfred Thiering, mit dem er heute noch eng zusammenarbeitet. Seit dem Jahr 2000 ist proReno beim Unternehmenspool des VDGN und so auch zahlreichen Mitgliedern des Verbandes ein Begriff.

Vom 11. bis 14. November lädt das Unternehmen anläßlich seines Firmenjubiläums zu Tagen der offenen Tür ein: Besucher können sich vor Ort in der Werkstatt umschauen, mit Tischlermeister Peter Meißner und seinen Mitarbeitern ins Gespräch kommen, sich über Angebote und Leistungsspektrum informieren.

Auch eine Ausstellung ist dann zu sehen. Und natürlich wird für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, so gibt es passend zum Beginn der Faschingszeit frische Pfannkuchen.

Schon der Firmenname proReno verrät es: Peter Meißner legt auch in Zeiten der Wegwerfgesellschaft wie Gründer Manfred Thiering größten Wert darauf, Altes zu erhalten, ihm mit traditionellen oder modernen Techniken und Materialien zu neuem Glanz zu verhelfen. So werden in die Jahre gekommene Türen, Treppen oder Einbauküchen nach Wünschen der Kunden wieder aufgearbeitet. „Das hat nicht nur den Vorteil preisgünstiger zu sein als Neues, es erspart meinen Kunden auch viel Schmutz, Räumarbeiten und kostspielige Umbauten“, erzählt der Tischlermeister.

Wer jedoch individuelle Neuanfertigungen, wie zum Beispiel paßgenaue Einbauschränke auch für Schrägen unterm Dach, Einzelmöbel für die Nische oder neue Türen, Fenster, Treppen wünscht, ist bei Peter Meißner ebenfalls an der richtigen Adresse.

Für komplexere Aufträge arbeitet er mit vertrauten, zuverlässigen Partnerfirmen zusammen – wie der Glaserei, nur wenige Meter von seiner Werkstatt entfernt. Damit alles wie am Schnürchen läuft und der Kunde nicht unnötig lang auf die Fertigstellung warten muß, wacht Peter Meißner über einen koordinierten Ablauf der Arbeiten.

„Maßgeschneiderte Möbel zu bezahlbaren Preisen“ – mit dieser Firmenphilosophie gelang es ihm, sich auf dem Markt zu behaupten. Seine vier Gesellen und die Auszubildende – „eine handwerklich sehr talentierte und motivierte junge Frau, die zunächst ein Praktikum bei uns absolvierte“, erzählt Peter Meißner – haben gut zu tun.

„Wer einmal bei uns Kunde war, der bleibt uns treu“, beschreibt er die Zufriedenheit seiner Auftraggeber in und um Berlin. Etwa 80 Prozent davon sind Privatleute. Meist gehören sie der Altersgruppe ab 45 Jahren aufwärts an und ziehen solide Handwerksarbeit Massenware vor. Und diese Kundengruppe wächst nach Peter Meißners Eindruck sogar.

Hin und wieder gibt es besondere Herausforderungen zu meistern, berichtet er, wie zum Beispiel Holz-Restaurierungsarbeiten in der Biesdorfer Kirche oder die Aufarbeitung wertvoller Bleiglasfenster. Dabei stehen ihm Leidenschaft für seinen Beruf und die Freude über das Vertrauen seiner Kunden ins Gesicht geschrieben.

Letzteres will manchmal hart erarbeitet sein: Mit einem Schmunzeln erinnert sich Peter Meißner an die exklusiven Wünsche eines höchst anspruchsvollen Architekten für eine neue Wohnanlage in der Berliner City. Anfängliche Skepsis wich, als der erfahrene Tischlermeister  zu verstehen gab, daß seine Leistung ihr Geld wert ist und er sich nicht bluffen läßt.          

Kerstin Große

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