Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Es ist geschafft!

Nach zähen Verhandlungen: VMEG-Mitglieder genießen seit dem 1. Januar 2015 Pflegerechtsschutz

VDGN-Vizepräsident Eckhart Beleites und Torsten Schwan von der D.A.S. unterzeichnen den Vertrag

Es ist geschafft: Seit dem 1. Januar 2015 genießen alle Mitglieder des VMEG den Pflegerechtsschutz, über dessen Einführung wir in unserem Journal seit mehr als einem Jahr diskutiert hatten. Unter dem Motto „Wir wollen nicht über Ihre Köpfe hinweg entscheiden“ hatten wir die Mitglieder um ihre Meinung zu dem Vorhaben solch einer Versicherung gebeten. Danach erreichten uns ungezählte Bekundungen per Post, Fax und E-Mail. Die überwältigende Mehrheit der Einsender begrüßte dieses Projekt, das sich einordnet in die  verstärkte Hinwendung von VDGN und VMEG zu dem Thema „Leben und Wohnen im Alter“.
Die Pflegerechtsschutzversicherung ist ein Angebot des VDGN, das in einem ersten Schritt entsprechend einem vorsorglich gefaßten Beschluß der 14. VMEG-Delegiertenkonferenz (siehe Heft 2/3-2014) für alle Mitglieder des VMEG wirksam wird. Möglichkeiten, diesen Rechtsschutz schnellstmöglich auch den Angehörigen anderer Vereine des Dachverbandes VDGN zu gewähren, werden derzeit geprüft.

Was umfaßt der VDGN-Pflegerechtsschutz? Kurz gesagt: Er deckt die Kosten des Versicherten bei gerichtlichen Auseinandersetzungen um den Einstufungsgrad bei der Pflege oder den Grad einer Schwerbehinderung ab. Juristische Auseinandersetzungen um diese Einstufungen nehmen immer mehr zu. Und ihr Ausgang kann im Alter entscheidend für die weitere Lebensqualität sein. Denn es geht dann vor Gericht um die Frage, wieviel finanzielle Unterstützung oder Entlastung gewährt wird, ob ein Verbleiben im eigenen Haus möglich ist oder gegebenenfalls ein Heimplatz finanziert werden kann. Ein negativer Ausgang eines solchen Verfahrens kann sogar das Eigentum an Haus und Grundstück gefährden. Zwar weiß niemand, wann im eigenen Fall über diese Fragen entschieden wird. Doch wenn sie herangereift sind, ist es überaus wichtig, sich die juristische Auseinandersetzung leisten zu können. Hier bietet der VDGN-Pflegerechtsschutz Sicherheit. Und das zu überaus günstigen Konditionen. Gemäß dem Beschluß der 14. VMEG-Delegiertenkonferenz wurde der VMEG-Mitgliedsbeitrag um 35 Cent pro Monat angehoben. Für diesen Betrag bekommt man in vielen Gegenden Deutschlands gerade mal noch ein einfaches Brötchen.

Daß es die Mitglieder kaum etwas kostet, nun zusätzlich zum Grundstücksrechtsschutz auch noch den Pflegerechtsschutz zu genießen, bedurfte selbstverständlich zäher Verhandlungen, die VDGN-Vizepräsident Eckhart Beleites führte. Üblicherweise ist Rechtsschutz rund um die Anerkennung von Pflegestufen und den Grad einer Schwerbehinderung nur in größeren Rechtsschutzpaketen zu bekommen, die pro Jahr zwischen 190 und 450 Euro kosten. Beim VDGN-Pflegerechtsschutz, für den das Versicherungsunternehmen D.A.S. als Rückversicherer gewonnen werden konnte, handelt es sich somit um ein in Deutschland einzigartiges Angebot. Es bietet Sicherheit für den Einzelnen und fußt auf dem Prinzip, solidarisch füreinander einzustehen. Diesem Gedanken ist unser Verband von Beginn an gefolgt. Und das hat ihn stark gemacht.

Fragen dazu beantworten Ihnen gern die Mitarbeiter der VDGN-Hautgeschäftsstelle unter 030/ 514 888 0.

 

Hilfe bei Streit um Pflegestufe oder Behinderungsgrad

Welche Leistungen erbringt die neue Rechtsschutzversicherung für mich?
Lehnt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) eine beantragte Pflegestufe ab oder erkennt eine Schwerbehinderung nicht oder nicht mit dem entsprechenden Grad an, so bedeutet dies häufig erhebliche finanzielle Einbußen.
Wer mit einem solchen ablehnenden Bescheid nicht einverstanden ist, kann zunächst Widerspruch einlegen.
Wird dieser abgelehnt, bleibt der Weg vors Gericht. Dabei unterstützt die Rechtsschutzversicherung nun ihre Mitglieder. So können die Kosten der gerichtlichen Durchsetzung von Interessen der Versicherten, zum Beispiel die Rechtsanwaltskosten,  übernommen werden.

Kommen da zusätzliche Kosten mit dem neuen Rechtsschutz auf mich zu?
Der VMEG-Mitgliedsbeitrag wird um den minimalen Betrag von 35 Cent monatlich angehoben. Dies ist nur möglich, da ein Gruppenvertrag mit dem Rückversicherer D.A.S. alle VMEG-Mitglieder im Rahmen einer Solidargemeinschaft absichert.    

Mein Ehepartner / eingetragener Lebenspartner ist nicht Mitglied im VMEG. Besteht für ihn / sie auch die Möglichkeit, in den Genuß dieses speziellen Rechtsschutz-Angebotes zu kommen?
Ja, über eine sogenannte Zweitmitgliedschaft. Verbunden hiermit ist ein einmaliger Aufnahmebeitrag von 15,00 Euro; und der monatliche Beitrag von 0,35 Euro, im Jahr also ganze 4,20 Euro.
Der Antrag auf Zweitmitgliedschaft liegt diesem Heft als Einleger bei.

Bei Rechtsschutzversicherungen gibt es eine sogenannte Wartezeit, auch bei unserem Rechtsschutz?
Ja, die Wartezeit beträgt grundsätzlich drei Jahre. Doch langjährige VMEG-Mitglieder werden in den Genuß wesentlich geringerer Wartezeiten kommen, dafür hat sich der  Verband eingesetzt.
So verkürzt sich die Wartezeit für Mitglieder des VMEG auf 12 Monate, wenn die Mitgliedschaft im VMEG vor dem 1. Januar 2013 begann; und auf nur
sechs Monate, wenn die VMEG-Mitgliedschaft vor dem 1. Januar 2005 begann (siehe „Allgemeine Bedingungen...“ auf Seite 30/31 dieses Journals).
Mit dieser Regelung folgt unser Verband den vielen Anregungen, Hinweisen und Wünschen seiner Mitglieder im Ergebnis der Mitgliederbefragung.

Können auch Mitglieder anderer Vereine unter dem Dach des VDGN den Rechtsschutz bekommen?
Das Präsidium des VDGN hat sich entschlossen, diese Möglichkeit auch allen Mitgliedern der unter dem Dach des VDGN zusammengeschlossenen Vereine zu eröffnen. Wann es soweit ist, darüber informieren wir Sie rechtzeitig in diesem Journal.   

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