Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Abgezäunt und ausgeschlossen

Bungalow-Siedlern in „Magdeburg-Nord“ wurde der Zugang zum See versperrt

„Das kann doch nicht wahr sein!“ Die Nutzer der Bungalow-Siedlung „Magdeburg-Nord“ am Barleber See waren auf der Palme, als sie die unglaubliche Neuigkeit erfuhren: Mit einem Zaun hat ihnen die Magdeburger Stadtverwaltung von einem Tag auf den anderen und ohne Ankündigung den Zugang zum See versperrt. Am 10. Juni war ein Bautrupp angerückt und sperrte einen zirka 15 Meter breiten Uferstreifen ab, den die rund 300 Nutzer der Siedlung 50 Jahre lang zum Baden genutzt hatten. Auch Segel- und Ruderboote sowie Surfbretter hatten über den schmalen Strand bis dahin das Wasser erreicht.

Die Stadt Magdeburg will mit dem zwei Meter hohen Zaun ihre Einnahmen aufbessern. Denn gleich nebenan betreibt sie ein Strandbad. Wenn sie an den See wollen, sollen die Bungalowsiedler, die ihr Areal einst in Eigenleistung urbar gemacht hatten, nun Eintritt zahlen. Hans Poppe, der zu den Siedlern gehört und der in Magdeburg die VDGN-Beratungsstelle leitet, findet das unerhört. „Wir sind an keiner Leistung der Stadt interessiert, wenn wir uns nur mal kurz naßmachen wollen.“

Und es geht nicht nur um die Bademöglichkeit für die Bungalownutzer. Selbst wenn sie den Weg, der um den See herum führt, von ihrem Gelände aus erreichen wollen, sollen sie nun an die Stadt Magdeburg einen Obolus zahlen.  Außerdem: Nach langen und zähen Verhandlungen hatten die Siedler –  mit Hilfe des VDGN – ihre Grundstücke von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft – zu recht hohen Preisen. Wird ihnen nun der freie Zugang zum See versperrt, zieht das Verluste beim Wert der Grundstücke nach sich.

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