Verband Deutscher Grundstücksnutzer

„Tradition hat Zukunft“

Berliner Installations-Meisterbetrieb Lothar Rettig & Sohn GmbH feiert 2014 Jubiläum

So fing es an: Firmengründer Karl Rettig (Bildmitte)
Detlef Rettig - heute Chef des Handwerksbetriebs

100 Jahre – das muß man erst einmal hinbekommen als Firma! 100 Jahre durch Zeiten, die es in sich hatten: zwei Weltkriege, Weltwirtschaftskrise, dazu die gewaltigen gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Vielen Start-Ups, wie das im Busineß-Sprech heute heißt, geht oft schon nach wenigen Jahren die Puste aus – ohne solche epochalen Katastrophen- und Zeitenwenden im Nacken.

„Begonnen hat alles mit Urgroßvater Karl“, blickt Firmenchef Detlef Rettig zurück. Der gründete im Frühsommer 1914, nur wenige Wochen vor Ausbruch des I. Weltkriegs, in der damaligen Bismarck-/ Ecke Kronprinzenstraße in Berlin-Adlershof seinen Gas-Wasser-Sanitär-Handwerksbetrieb. Später folgten Max, ein Großonkel, und Vater Lothar. Unter dessen Aufsicht installierte Sohn Detlef seine erste Gasleitung, sechs Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands übernahm er das Familienunternehmen.

Seit seiner Gründung ist der Handwerksbetrieb im Berliner Südosten ansässig, seit 2007 in der Dörpfeldstraße 14. Dort stand damals eine Stadtvilla – mehr Ruine als Haus, eher abrißreif als überhaupt noch bewohnbar. „Mit großen Aufwand sanierten wir damals das gesamte Gebäude“, erzählt Handwerksmeister Rettig. Heute beherbergt das Haus im Erdgeschoß neben den Firmenbüros eine große Badausstellung, darüber, in den oberen Etagen, befinden sich moderne Wohnungen.

Das Dienstleistungsportfolio der Lothar Rettig & Sohn GmbH umfaßt alle Aufträge und Arbeiten des traditionellen Handwerks in den Segmenten Gas, Wasser, Heizung und Sanitär. Das beginnt mit der Badsanierung bis hin zur Installation und Wartung von Heizsystemen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen kostenlose Beratungsangebote, zum Beispiel zum Thema Energiesparen. Was tun, wenn man über keine kontrollierte Wohn-

raumlüftung verfügt? Wie läßt sich Schimmel vermeiden, welches Energieeffizienzhaus bietet welche Vor- und Nachteile?

Ein guten Ruf besitzt die Firma für ihre Qualitätsarbeiten beim behindertengerechten Umbau im Sanitärbereich. Ein entsprechendes Zertifikat erhielt der Betrieb von der Ak-tion „Berlin barrierefrei“, einer Initiative hauptstädtischer Unternehmen unter der Federführung des Senats, die darauf zielt, die Lebensqualität von Menschen mit einem Handicap zu verbessern.

Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, arbeitet der Fachhandwerksbetrieb mit vielen innovativen wie marktführenden Herstellern und Großhandelspartnern zusammen, immer auf der Suche nach modernen und überzeugenden Produkten, Leistungen und Services. Immer wichtiger für die Firma, so Detlef Rettig, „wird auch die Ausbildung von jungen Fachkräften“. Gerade konnte er wieder einen Azubi, der im Januar 2014 seine Prüfungen mit guten Ergebnissen abschloß, in ein festes Anstellungsverhältnis übernehmen.

Zu den Kunden des Betriebs mit seinen gegenwärtig sieben Mitarbeitern zählen zahlreiche Wohnungsbaugesellschaften, private Bauherren sowie – natürlich – Eigenheimbesitzer. Seit 2011 ist die Firma Mitglied im Unternehmenspool des VDGN, im Dezember vergangenen Jahres wurde der Meisterbetrieb für gute Qualität bei Serviceleistungen für VDGN-Mitglieder ausgezeichnet.

Aktuell empfiehlt Detlef Rettig allen Eigenheimbesitzern, daß sie nach dem Winter ihrer Heizung eine Durchsicht „gönnen sollen“. So ließen sich „frühzeitig kleine Mängel erkennen und beseitigen, bevor diese zu groß werden“. Das sei besser als damit bis zum Herbst zu warten. Denn dann sei der Ansturm erfahrungsgemäß zu groß und kaum zu bewältigen.

MH

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