Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Gemeinsam für neue Lösungen

Von Mario Czaja, Berliner Senator für Gesundheit und Soziales

Daß ich als Senator für Gesundheit und Soziales Politik in wichtigen Bereichen für die Berlinerinnen und Berliner gestalten darf, verdanke ich auch der Unterstützung des VDGN und vieler seiner Mitglieder. Die Schnittmenge der Themen des Verbandes sowie des  Gesundheits- und Sozialressorts ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Gleichwohl ist sie beachtlich: Denn ein möglichst langes und gesundes Leben in den eigenen vier Wänden ist gerade für Eigenheimbesitzer von großer Bedeutung. Damit einher gehen Themen der häuslichen Pflege oder ganz konkrete Fragen zur medizinischen Versorgung: Wie weit habe ich es zum nächsten Arzt und vor allem, wie lange muß ich auf einen Termin warten?

Während in manchen Berliner Stadtbezirken viele Ärztinnen und Ärzte einer bestimmten Fachrichtung tätig sind, fehlt es in anderen Bezirken an Medizinern mit genau dieser Spezialisierung. Das ist die Krux des geltenden Planungsrechts. Berlin gilt als eine Planungsregion. Wir haben jetzt begonnen, dieses Ungleichgewicht zu ändern.

Berlin ist  das erste Bundesland, das die durch den Bund geschaffenen neuen gesetzlichen Möglichkeiten für eine eigene Initiative in Richtung  einer gleichmäßigeren und bedarfsgerechteren Versorgung mit Ärzten genutzt hat. Gemeinsam mit Vertretern der niedergelassenen Ärzte sowie der Krankenkassen haben wir uns auf ein Konzept zur Versorgungssteuerung auf Ebene der zwölf Berliner Bezirke verständigt. Dadurch sollen Praxissitze aus besser versorgten Bezirken nach Freiwerden oder bei Umzügen schrittweise in schlechter versorgte Bezirke unter Berücksichtigung der bezirklichen Sozialstruktur verlegt werden. Im Ergebnis wird die Versorgungsstruktur in der Stadt ausgewogener und Wartezeiten werden verkürzt.

Doch nicht nur die medizinische Versorgung im eigenen Kiez ist für viele Verbandsmitglieder von Interesse. Auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden im Alter spielt eine große Rolle. Hierbei ist es mir weiter wichtig,  unseriösem Verhalten bei der ambulanten Pflege entgegenzuwirken. Ich bin davon überzeugt, daß ein gemeinsames Wirken gegen sogenannte schwarze Schafe hilft, der Verunsicherung entgegenzuwirken und den vielen positiv Engagierten den Rücken zu stärken.

Was Sie auch wissen sollten: Für Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer gibt es konkrete neue Fördermöglichkeiten, um die Eigeninitiative für die Anpassung des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung an die Herausforderungen des Alters zu unterstützen. Durch das Pflegeneuausrichtungsgesetz wird erstmals auch der barrierefreie Umbau von Wohnungen von Demenzkranken mit bis zu 2.557 Euro pro Maßnahme durch die Pflegekassen bezuschußt.

Als Abgeordneter weiß ich die langjährige und enge Zusammenarbeit mit dem VDGN und seinen Mitgliedern zu schätzen. Ein gemeinsamer und nicht vergessener Erfolg war die Abschaffung des Straßenausbaubeitragsgesetzes zu Beginn dieser Wahlperiode. Wir haben weiterhin viel vor. Und dazu gehören gerade auch neue Lösungen für das Leben und Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. Berlin hat die Chance, hier zu einer Beispielregion zu werden.

 

 

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