Verband Deutscher Grundstücksnutzer

Klauspeter Herrmann
Juri Böhme

Zweckverband: rücksichtslos, anmaßend

Klauspeter Herrmann: Ich wohne seit 1968 in Bernau, genauer im Blumenhag. 1994 habe ich dort ein Haus gekauft, knapp 900 m2 ist das Grundstück groß. Die Trinkwasser-Abwasserleitungen sind zu tiefsten DDR-Zeiten verlegt worden, bisher gab es noch nie Probleme. Jetzt nach rund 35 Jahren verlangt der Zweckverband 4.200 Euro dafür.

Was ich nicht verstehe, ist, daß seitens der Stadtverordneten jetzt immer wieder neue Vorschläge zur Beitragshöhe kommen. Was soll das? Was ist das für ein merkwürdiger Erkenntnisprozeß?

Ich verlange, daß sich die Bernauer Stadtverordneten endlich einmal fachlich mit den Dingen auseinandersetzen mit einer klaren Maßgabe gegenüber dem WAV Panke/Finow. Ich bin sehr enttäuscht und wütend – dies wäre alles vermeidbar gewesen. Und ich frage mich, was steckt eigentlich dahinter?

Juri Böhme: Wir haben im Jahr 1999 in Bernau ein Baugrundstück von ca. 400 m2 erworben und darauf gebaut. Später kauften wir das unbebaute Nachbargrundstück, das sind auch 400 m2, hinzu. Es ist weder ein Baugrundstück noch liegen hier Leitungen an oder sehe ich Möglichkeiten jemals zu bauen. Dies gibt auch der Kaufvertrag nicht her. Der Altanschließer-Bescheid erfolgte für beide Grundstücke in voller Form, d. h. auch für das Trennungsgrundstück wurden zwei Stockwerke berechnet. Versteh’ einer die Welt bzw. diesen Zweckverband?! Ich habe natürlich Einspruch gegen den Bescheid eingelegt sowie eine Ratenzahlung gewünscht. Leider gab es bisher noch keine Antwort. Inzwischen habe ich unter Vorbehalt bezahlt mit dem Hinweis, daß ich entsprechend der gesetzlichen Lage 5 Prozent über dem Basiszins für meine ungerechtfertigten Zahlungen fordere.

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